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Knappes Ja für erstes Xentrums-Projekt

Gemeinderat – Mit einem knappen Votum wurde an der gestrigen Gemeinderatssitzung dem Kreditbegehren für die Erweiterung des Bushofs Bärenplatz für 1,3 Mio. Franken zugestimmt. Klar einverstanden waren die Fraktionen hingegen mit dem Verkauf der Liegenschaft Nr. 2162 an das Elektrizitätswerk des Kantons Thurgau für 360000 Franken. (kb/IDK)

Die gewählte Erweiterung des Bushofes. (Bild: IDK)

Die gewählte Erweiterung des Bushofes. (Bild: IDK)

Am Standort für die Erweiterung des Bushofes gab es im Gemeinderat nicht viel auszusetzen. «Das Projekt ist langfristig die richtige Lösung», sagte Gemeinderat Peter König (SVP). Grossmerhheitlich dafür zeigte sich zudem die CVP-Fraktion. Zu keinem Entschluss durchringen konnten sich die Mitglieder der FDP/EVP. Fraktionssprecher Thomas Leuch machte jedoch darauf aufmerksam, dass die im Projekt enthaltene Sanierung des Dreispitzparks keine Priorität habe.

Kritik an der Planung gab es von Gemeinderat Walo Abegglen (SP): «Der Bushof ist nicht nur ein Xentrums-Projekt, sondern auch ein Agglomerationsprojekt. Es muss bedeutende Nebeneffekte sichtbar machen, und die sehe ich nicht.» Für ihn zeige sich weder ein Nutzen für den Langsamverkehr, noch werde eine Reduktion des motorisierten Verkehrs in Aussicht gestellt. Auch Fraktionskollege Andreas Hebeisen bemängelte: «Die Planung ist unausgereift. Der Bushof wäre der erste Schritt für eine Zentrumsbildung in Kreuzlingen, mit dem vorgelegten Projekt ist er das nicht.»

Unterstützung erhält die SP von Gemeinderat Daniel Moos (FL). Da er die Sitzung vorzeitig verlassen musste, sprach Fraktionskollegin Anna Rink in seinem Namen: «Es ist zwingend, dass der Bushof in ein entsprechendes Verkehrsregime eingepasst wird.»

Rückweisungsantrag abgelehnt
Die SP-Fraktion stellte schliesslich einen Rückweisungsantrag für die Botschaft. Das Parlament lehnte diesen jedoch mit 19 Nein- zu 15 Ja-Stimmen und drei Enthaltungen ab. Die Schlussabstimmung mit 19 Ja- zu 15 Nein-Stimmen und drei Enthaltungen zur Erweiterung des Bushofs Bärenplatz für 1,3 Mio. Franken macht den Weg nun frei für das erste Xentrum-Projekt zuhanden der Volksabstimmung vom 9. Februar 2014.

Ja zu Landverkauf
Die Gemeinderätinnen und Gemeinderäte bewilligten an der gestrigen Gemeinderatssitzung zudem den Landverkauf der Liegenschaft Nr. 2162 an der Seeblickstrasse 20 an die EKT AG zum Preis von netto 360000 Franken mit 35 Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen. Diskussionslos bewilligte das Parlament zudem die Einbürgerungen von Karalik Nurija sowie Khan, Naila, Mian und Rania.

Rücktritt von Gemeinderat Ernst Thoma
Unter Traktandum «Verschiedenes» kündigte Gemeinderat Ernst Thoma (CVP) seinen Rücktritt per 31. Dezember an. Ernst Thoma trat sein Mandat 2001 an. Er dankte seinen Ratskolleginnen und -kollegen für die interessante und konstruktive Zusammenarbeit: «Ich habe das gemeinsame Schaffen für die Stadt sehr geschätzt.»

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2 thoughts on “Knappes Ja für erstes Xentrums-Projekt

  1. Bruno Neidhart

    Noch ist, wie es scheint, nicht aller Tage Abend in der Causa neuer Busbanhof, wie das Abstimmungsresultat im Gemeinderat zeigt. Tatsächlich ist die Verkehrssituation im Zentrum nur unzureichend beantwortet. Gleichzeitig engt man an der Oberen Parkstrasse die „Grünzone Dreispitzpark“ ein (Abbildung). Das ist keine zukunftsgerichtete Planung in diesem Bereich, sondern eine problematische Verlegenheitslösung.

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    1. Frischknecht Ernst

      Es läge eine gute Alternative auf dem Tisch – aber statt offen und sachlich darüber nochmals zu hirnen, soll eine Abstimmung rasche und sehr wahrscheinlich übereilte Fakten schaffen!
      Dies könnte sich als Bumerang an der Urne herausstellen und dann wäre bereits die erste kleine Hürde der Xentrum-Projekte nicht genommen und für die grossen Würfe schwant mir Ungutes.

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