/// Rubrik: Topaktuell

120 Millionen Franken für Krankenkassen-Prämienverbilligung 2014

Kantonales – Für die individuelle Prämienverbilligung (IPV) bei der Krankenversicherung stehen im Jahr 2014 im Kanton Thurgau 120,8 Millionen Franken an Bundes-, Kantons- und Gemeindemitteln zur Verfügung. Dieser Betrag liegt knapp zehn Millionen Franken unter demjenigen des Vorjahres. Neu ist ab 2014, dass die IPV schweizweit nicht mehr an die berechtigten Personen, sondern direkt an die Versicherer auszuzahlen ist. Der Regierungsrat hat die Krankenversicherungsverordnung entsprechend angepasst.

(Symbolbild: archiv)

(Symbolbild: archiv)

Die Prämiensteigerung bei der Krankenversicherung für Erwachsene beträgt für das Jahr 2014 im Durchschnitt 2,6 Prozent, für junge Erwachsene 2,7 Prozent und für Kinder 3,2 Prozent. Die Ansätze der Prämienverbilligung bleiben mit Ausnahme der Beiträge für Bezügerinnen und Bezüger von Ergänzungsleistungen (EL) sowie der Ansätze für junge Erwachsene in Ausbildung gegenüber den Jahren 2011 bis 2013 unverändert. Für das Jahr 2014 wurde der Ansatz für individuelle Prämienverbilligungen (IPV) für EL-Bezügerinnen und -Bezüger vom Bund auf 4320 Franken festgesetzt. Der Ansatz für junge Erwachsene wurde auf 50 Prozent der kantonalen Durchschnittsprämie von 3948 Franken festgelegt.

Der Gesamtbetrag für die IPV für das Jahr 2014 reduziert sich aus zwei Gründen um knapp zehn Millionen Franken. Einerseits wurde der Kreis der Bezugspersonen für die IPV für Kinder verkleinert und andererseits wurden die Kosten für die IPV zwischen dem Kanton und den Gemeinden neu aufgeteilt.

Im Weiteren hat der Regierungsrat beschlossen, den Gemeinden wiederum maximal 1,75 Millionen Franken aus den Mitteln der Prämienverbilligung für die im Jahr 2014 übernommenen Prämienausstände zur Verfügung zu stellen. Hauptziel dieser Regelung ist es, den Versicherungsschutz wieder herzustellen und das Entstehen von Verlustscheinen zu verhindern. Neu wird darauf verzichtet, den Gemeinden mit diesen kantonalen Mitteln höchstens zwei Drittel ihrer Aufwendungen zu ersetzen, die sie dafür verwenden, Prämienausstände aufzuheben.

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