/// Rubrik: Topaktuell

Informationen zur Erweiterung Bushof Bärenplatz

Kreuzlingen – Am Samstag, 11. Januar, von 10 bis 14 Uhr, findet im Info-Bus beim Dreispitzpark eine öffentliche Informationsveranstaltung zur Erweiterung des Bushofs Bärenplatz statt.

Mit diesem Entwurf geht der Stadtrat in die Abstimmung. (Bild: IDK)

Mit diesem Entwurf geht der Stadtrat in die Abstimmung. (Bild: IDK)

Mit der Erweiterung des Bushofs gelangt die erste Xentrums-Vorlage am 9. Februar zur Volksabstimmung. Im Vorfeld beantworten die Projektverantwortlichen und die Planer Fragen zur geplanten Erweiterung des Bushofs Bärenplatz. Bei einer heissen Suppe oder einem Punsch lassen sich weitere Aspekte der Zentrumsentwicklung im persönlichen Gespräch erläutern.

Mit «Xentrum Kreuzlingen» strebt der Stadtrat die bauliche und nutzungsbezogene Entwicklung eines Stadtzentrums an. Dazu gehören die drei Infrastrukturprojekte Bushof, Schwimm- und Freizeitbad sowie Stadthaus mit Tiefgarage und Gestaltung Festwiese.

Städtebaulich sinnvoll und identitätsstiftend
Am Informationsanlass zeigen die Projektverantwortlichen nebst der Neugestaltung des Bushofs, die unmittelbare Nähe der bestehenden und geplanten öffentlichen Einrichtungen und Infrastrukturen zueinander auf. Die Konzentration allgemein zugänglicher Einrichtungen ist nicht nur städtebaulich und -planerisch sinnvoll, sondern wirkt auch identitätsstiftend für die Bevölkerung einer Stadt, die sowohl von der baulichen Entwicklung wie auch von der Herkunft ihrer Einwohner heterogen strukturiert ist.

Ausbau der zentralen Busdrehscheibe am Bärenplatz
Der Bushof am Bärenplatz wurde im Jahr 2006 als Provisorium erstellt. Aufgrund der Entwicklung im öffentlichen Verkehr soll das Linienangebot ausgebaut und die zentrale Busdrehscheibe am Bärenplatz nun definitiv erstellt werden. Sie wird künftig zwölf statt heute acht Haltestellen aufweisen.

Die bestehenden Anlegekanten für je vier Busse an der Hauptstrasse zwischen dem Bären- und Löwenkreisel werden grundsätzlich beibehalten. Jedoch wird aus Sicherheitsgründen, und damit ein komfortables Ein-, Aus- und Umsteigen möglich ist, der Mittelperron verbreitert und überdacht. Der Ausbau der Kapazität um zwei Anlegekanten für je zwei Busse erfolgt auf der Parkstrasse anstelle der bestehenden Kurzzeit-Parkplätze.

Besonders in Bezug auf die bestehenden Platanenreihen und den Dreispitzpark erfolgt der Ausbau schonend und lässt Raum für alle möglichen Varianten der Verkehrsführung, auch in Zusammenhang mit dem künftigen Regime im Boulevard Hauptstrasse. Der Gemeinderat hat der Erweiterung des Bushofs am 12. Dezember 2013 zuhanden der Volksabstimmung gutgeheissen.

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One thought on “Informationen zur Erweiterung Bushof Bärenplatz

  1. Bruno Neidhart

    Das dargestellte Projekt ist sicher kein grosser Wurf. Kann es auch nicht sein. Es baut auf Vorhandenem auf, das notgedrungen nur eine eingeschränkte, eingezwängte Lösung ermöglicht, wie aus dem Plan gelesen werden kann. Der Schutz der Parkanlage „Dreispitz“ ist zwar angesagt, doch muss man sich fragen, ob die Beeinträchtigung des Parks im Bereich obere Parkstrasse nicht viel eher – leider wenn schon! -, dann auf der Ebene der Platanen erfolgen müsste, um hier eine echte, wirklich grosszügige, zentrale, übersichtliche „Verkehrsplattform“ für den heutigen und besonders zukünftigen öffentlichen Verkehr zu schaffen, sowie um gleichzeitig den Fussgängerverkehr an dieser Stelle übersichtlich und sicher zu regeln.
    Mit der angestrebten Neuordnung des „Dreispitzparks“ wäre zudem eine Einbeziehung des gesamten, heute noch offenen Raums zwischen Parkstrasse und Klosterkirche St. Ulrich möglich. Vorstellbar ist also eine Erweiterung des Parkgebiets (Ausgleichsfläche in niedriger Vegetationshöhe) über die Pestalozzistrasse hinweg, am „Kulturzentrum Dreispitz“ angelehnt (!), bis hin zum oberen Schulweg (würde ihn übrigens „Campusweg“ taufen!). Zur heutigen, südlich gelegenen Romanshornerstrasse hin wäre eine massvolle „Veranstaltungsfläche“ (neudeutsch: „Eventfläche“!) freizuhalten, wie sie historisch für Kreuzlingen gegeben ist (und auch mal später als „Marktfläche mit Blick auf Klosterkirche als willkommene Anlehnung an das ausgehende Mittelalter“ dienen kann. Kreuzlingen fehlen bekanntlich solche „identitätsstiftende Reminiszenzen“).
    Im Zuge der Erstellung der geplanten, zentralen Tiefgarage im Bereich der ehemaligen „Gmeidswise“, über der die neue Park- und Gartenanlage, sowie die Veranstaltungsfläche erstellt werden könnte, wäre der Zeitpunkt gekommen, sich auch dem „Ur-Kreuzlingen“, also der namensgebenden Klosteranlage noch näher zu widmen, um besonders hier die Ortsidentität zu verstärken. Gedacht ist an eine breite „Klosterpromenade“, die sich etwa vom Hirschenplatz bis hin zum Bärenplatz ausdehnt. Der heute bestehende Kirchenvorplatz St. Ulrich, der sich östlich weiter über das früher hier bestehende Kloster-Bibliotheksgebäude zieht, ist in seiner heutigen Verfassung (mit Blumenkübeln, usw.) beliebig. Gleichzeitig engt der Friedhofsvorsprung an der Romanshornerstrasse die Raumentwicklung zum Stadtzentrum ein.

    Mit einer Neuordnung in diesem Bereich müsste es möglich sein, die beschriebene „Klosterpromenade“ (in hellen Platten?) in Fortsetzung der Kilchengiebelfront zu führen, respektive auf die andere Seite am bestehenden Innenhof der PMS (Pädagogische Materitätsschule) entlang, letztlich zum Bereich Hirschenplatz hin. Die beschriebene „Klosterpromenade“ würde am etwas tiefer gelegenen „Eventplatz“ vorbei mit zwei-drei parallelen Stufen geführt, letztlich jedoch am Bärenplatz enden und den Übergang schaffen zur oben beschriebenen „Verkehrsplattform“ und dem Fussgängerbereich zum „Boulevard“ hin. Der „Campusweg“ schliesslich könnte in der gleichen optischen Gestaltung wie die Promenade in ordentlich breiter Form zum Campusbereich und zum Kulturzentrum Dreispitz hin abzweigen.

    Kurzes Fazit: Nur eine grosszügige, umfassende Lösung kann sinnvoll die Zukunft definieren. Alles „Gezwängte“ bleibt aus Erfahrung immer nur ein Zwischenspiel. Das Denken sollte also stets über den Rahmen eines einzelnen Projekts hinaus führen. Und so ist die Neugestaltung des Raums zwischen Klostergelände und Bären-Löwenplatz, Dreispitzpark, zwischen Campus-/PMS-Gelände, Dreispitz-Kulturzentrum und der Randbebauung Romanshornerstrasse (mit dem Zugang zum hier vorgesehenen Schwimmhallenbereich) alles unter den Bedingungen einer zentralen Tiefgarage eine zwar komplexe, jedoch durchaus lösbare Aufgabe der Stadtplanung. Die Stadtgestalt bekäme hier ein übergreifendes Profil.

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