/// Rubrik: Leserbriefe

Bushof verdient bessere Ausgestaltung

Kreuzlingen – Im Rahmen einer Gesamtentwicklung des Zentrums von Kreuzlingen sind fünf Projekte entweder in Planung, schon ausgeführt (Boulevard) oder bereit zur Abstimmung (Bushof). (Text: Urs Doering, Präsident Architekturforum KonstanzKreuzlingen)

(Bild: KLZ)

(Bild: KLZ)

Das erste ausgeführte Projekt, der Boulevard, hat nicht die gewünschte Verkehrsberuhigung der Hauptstrasse gebracht. Neue Massnahmen für die Reduzierung des Verkehrs und dessen Umleitung in die Quartiere hat zu über zehn Einsprachen und zu einer Volksinitiative für einen verkehrsfreien Boulevard geführt. Die Behandlung der Einsprachen ist in Bearbeitung, bei der Volksinitiative wird zwischen den Initianten und der Stadt noch verhandelt.

Diese anstehenden Entscheide können unmittelbaren Einfluss auf den Standort und die Gestaltung des Bushofes haben, wie auch auf die Ausgestaltung der Verkehrsströme für Fussgänger und Motorfahrzeuge.

Abstimmung zur Unzeit

Deshalb kommt die Abstimmung für einen neuen Bushof zur Unzeit. Es wird ein Projekt zur Abstimmung gebracht, welches zum Boulevard keinen Bezug hat, da dessen Gestaltung auch von Entscheiden der Einsprachen und allenfalls vom Ergebnis einer Abstimmung für einen verkehrsfreien Boulevard abhängig ist.

Zudem ist klar ersichtlich, dass die Gestaltung dieses Busterminals das Resultat verschiedenster Kompromisse ist, welche möglichst vielen Interessengruppen entgegen kommen soll. An dieser prominenten Stelle fehlt aber eine grosszügige Geste die der Bedeutung der Anlage angemessen sein sollte. Der Bushof ist verkehrstechnisch der Mittelpunkt der Stadt und verdient eine bessere Ausgestaltung der Situation. In diesem Zusammenhang wäre auch interessant zu erfahren welche Auffassung der Gestaltungsbeirat der Stadt Kreuzlingen in dieser Sache hat.

Es wäre daher sinnvoll, dass eine Pause eingelegt wird bis die erwähnten, anstehenden Entscheidungen gefallen sind. Erst dann kann auf die Vorlage für einen Bushof positiv reagiert werden.

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One thought on “Bushof verdient bessere Ausgestaltung

  1. Bruno Neidhart

    Was Herr Doering richtig beschreibt, wurde schon an anderer Stelle als ähnlicher Einwand beschrieben. Zwei Dinge sind grundsätzlich als Kritik festzuhalten: 1. Die bestehende Busplatz-Vorlage ist ein Kompromiss, welcher der Entwicklung des Öffentlichen Verkehrs kaum gerecht werden kann. 2. Das Projekt ist in einen grösseren Rahmen zu stellen, der alles umfassen sollte, was im Zentrum baulich und verkehrstechnisch auf die Stadt zukommt, respektive vom Stadtrat (und anderen Gremien) in eine provisorische „Pipeline“ gestellt wurde („Weitere Annäherung“ an die „Boulevard“-Problematik/Soll ein „Neues Stadthaus“ gebaut werden/Ist eine Erweiterung an Boulevard und Marktstrasse wertvoller(Zentrumsbelebung)/Zentrales Parkhaus unter der „Gmeidswise“/ Neues Hallenbad/Neugestaltung und Erweiterung „Dreispitzpark“/ Vorgesehener Bau der PMS im Campusbereich am Rande der „Gmeindswise“/“Kulturbau“ Schiesser-Alte Molki mit Anschluss an den Boulevard, und-so-weiter. Nur aus einer Gesamtübersicht lässt sich ein einzelnes Thema sinnvoll einordnen und erklären.

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