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Politprominenz erweist Gewerbeverband die Ehre

Zihlschlacht – Am Dienstag genoss die Präsidentenkonferenz des Thurgauer Gewerbeverbandes Gastrecht in der Rehaklinik Zihlschlacht AG. Die Berufsverbandspräsidenten und Gewerbepräsidenten fassten die Parolen zu den bevorstehenden Abstimmungen.

Entspannte Gesprächsrunde im Anschluss an die Präsidentenkonferenz: TGV Präsident Hansjörg Brunner (li.) mit den beiden St. Galler Nationalräten Toni Brunner und Walter Müller (re.). (Bild: zvg)

Entspannte Gesprächsrunde im Anschluss an die Präsidentenkonferenz: TGV Präsident Hansjörg Brunner (li.) mit den beiden St. Galler Nationalräten Toni Brunner und Walter Müller (re.). (Bild: zvg)

Edith Kasper, Geschäftsführerin der Rehaklinik Zihlschlacht AG, und Dr. med. Daniel Zutter, Chefarzt und ärztlicher Leiter, stellten zu Beginn der Veranstaltung das neurologische Rehabilitationszentrum für hirn- und nervenverletzte Menschen vor. Danach begaben sich die Präsidenten auf einen informativen Rundgang durch die Klinik.

Gesundheit wichtiger als Politik
Gewerbeverbandspräsident Hansjörg Brunner bedankte sich anschliessend bei den Verantwortlichen für die Gastfreundschaft und die informative Vorstellung der Klinik. Das Gesehene und Gehörte habe sicherlich alle sehr beeindruckt, aber auch nachdenklich gestimmt. «Mir hat der Rundgang wieder einmal deutlich vor Augen geführt, dass unser wichtigstes Gut die Gesundheit ist. Das sollten wir alle in Anbetracht der brisanten politischen Auseinandersetzung nie vergessen», äusserte sich Hansjörg Brunner nachdenklich.

Engagierte Auftritte
Dann stellte er mit sichtlichem Stolz die prominenten Politreferenten vor. SVP-Präsident und Nationalrat Toni Brunner versuchte den Versammelten erfrischend und selbstbewusst die Masseneinwanderungsinitiative schmackhaft zu machen. Ebenso engagiert und nicht weniger lebhaft äusserte sich der St. Galler FDP-Nationalrat Walter Müller gegen das seiner Meinung nach wirtschaftsfeindliche Ansinnen der SVP. Mit Vehemenz warb anschliessend Regierungsrat Kaspar Schläpfer für die Annahme des Bundesbeschlusses über die Finanzierung und den Ausbau der Eisenbahninfrastruktur FABI.

Nationalrat Hansjörg Walter hätte eigentlich die Mindestlohn-Initiative vorstellen sollen. Krankheitsbedingt musste er seinen Auftritt aber kurzfristig absagen. Seinen Part übernahm Heinz Wendel, Geschäftsführer des Thurgauer Gewerbeverbandes. 4000 Franken garantierter Monatslohn für jeden Arbeitnehmer gehe überhaupt nicht. Eine Annahme der Initiative würde bewirken, dass unser gesamtes Lohnniveau steigt. Ein riesiger Schaden für die Schweizer Wirtschaft wäre die Folge.

Klare Voten
Die Beschlussfassungen über die Abstimmungsvorlagen, über die das Stimmvolk am 9. Februar zu befinden hat, ergaben folgende Resultate: Nein zur Volksinitiative gegen die Masseneinwanderung mit 19 zu 11 Stimmen, Ja zur FABI-Vorlage mit 17 zu 9 Stimmen bei 3 Enthaltungen. Wenig überraschend erteilten die Präsidenten der Mindestlohn-Initiative, über die wir voraussichtlich im Mai abstimmen, mit 28 Nein-Stimmen bei einer Enthaltung eine deutliche Abfuhr.

Einstimmig für Carmen Haag
Mit Carmen Haag kandidiert ein Vorstandsmitglied des Thurgauer Gewerbeverbandes als Regierungsrätin für die Nachfolge von Bernhard Koch. Die Führungsriege des Thurgauer Gewerbeverbandes und sämtliche Verbandspräsidenten sind erfreut über diese Nomination. Einstimmig sichern sie der Stettfurterin die volle Unterstützung für die Wahl vom 9. Februar zu.

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