/// Rubrik: Stadtleben

Grosse Fasnachtsparade steht an

Kreuzlingen – Mit einer grossen Fasnachtsparade am 23. Februar wollen die vier Kreuzlinger Fas-nachtsvereine eine alte Tradition aufleben lassen. In der Bevölkerung kommt’s gut an: Zahlreiche Vereine aus Nah und Fern, zwölf Guggen und 14 Gruppen mit Sujetwagen sind bereits mit an Bord.

Hexen an der letzen Fasnachts-Parade im Jahr 2009. (Bild: NGE)

Hexen an der letzen Fasnachts-Parade im Jahr 2009. (Bild: NGE)

Es war im Februar 2009, als das letzte Mal Narren in originellen Kostümen und Masken die Kreuzlinger Innenstadt unsicher machten. Anlass war der Jubiläumsumzug der Narrengesellschaft Emmishofen (NGE) und der Bodanesen-Clique. «Wir hatten damals gehofft, den Anstoss für einen regelmässig stattfindenden Umzug geben zu können», sagt Roger Cotting, Ehrenpräsident der NGE. Lange davor habe es nämlich mal eine solche Tradition in Kreuzlingen gegeben. Doch wie so viele Fasnachtsbräuche sei auch dieser wieder im Sande verlaufen. Dabei kam der Jubiläumsumzug damals gut an: «Wir wurden immer wieder darauf angesprochen und haben gemerkt, dass es eigentlich ein Bedürfnis der Leute ist», sagt er.

Schüler laufen mit
Nach fünf Jahren haben sich nun die NGE, die Bodanesen-Clique, sowie die beiden Guggen Gasseschränzer und Grenzpföhl zusammengetan, um erneut einen Versuch zu starten und eine eine grosse Fasnachts-Parade auf die Beine zu stellen. Fürs Erste erfolgreich: Über 2000 Mitwirkende haben bereits zugesagt, darunter zahlreiche Vereine aus Konstanz und Umgebung, zwölf Guggen und 14 Sujetwagen. Einer davon werde zum Beispiel von den vier Kreuzlinger Quartiervereinen sein, gibt Cotting, der im Rahmen der Fasnachtsparade dem Ressort «Propaganda» vorsteht, bekannt. Zudem werde der alljährliche Schülerumzug der Bodanesen-Clique in diesem Jahr in die Parade integriert.

Wegen der Konstanzer Fasnacht und zahlreichen anderen Umzügen, die in der Umgebung am Fasnachtssonntag stattfinden, wurde die Kreuzlinger Parade einfach eine Woche vorverlegt, auf den 23. Februar. Sie startet um 14 Uhr auf der Sonnenstrasse beim Einkaufszentrum Karussell, verläuft über den Boulevard, die Park-, Pestalozzi- und Löwenstrasse, um schliesslich über die Sonnenstrasse wieder auf den Boulevard zu gelangen. Neben dem Rathaus wird es einen Zuschauer-Platz für Rollstuhlfahrer geben; unweit davon, in der Kirchstrasse, können die Begleitfahrzeuge parkiert werden.

Party nach der Parade
«Auf dem Boulevard löst sich die Parade dann auf und geht nahtlos in eine Fasnachtsparty über», informiert Roger Cotting. Für Stimmung werden dabei die Guggen an drei verschiedenen Plätzen sorgen. In fünf Festzelten, sowie an diversen Marktständen können sich Teilnehmer und Besucher verpflegen.

Alles in allem kostet der Umzug die vier Fasnachtsvereine rund 100000 Franken. Jeder Zuschauer kann seinen Teil dazu beitragen, indem er die Aktion mit dem Kauf eines sieben-Franken-Buttons unterstützt.

Der Aufwand ist zwar gross, «doch wir möchten die Tradition wieder aufleben lassen», so Cotting. Und wer weiss, vielleicht gelingt der Anstoss ja in diesem Jahr.

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