/// Rubrik: Leserbriefe

Die Zitrone ist noch nicht ausgepresst

Lohnabhängige werden wieder einmal stärker zur Kasse gebeten. (Text: Dino Lioi, Gewerkschaftsbund Kreuzlingen)

(Bild: Archiv)

(Bild: Archiv)

Der Regierungsrat Bernard Koch möchte die Finanzen ins Lot bringen, das ist richtig. Eine Steuererhöhung für alle Thurgauer wäre aber richtiger so, dass jeder Bürger sich am Defizit beteiligt. Nur eine Gruppe zu belasten, in diesem Fall die Pendler, ist ungerecht. Die Arbeitnehmergruppe, die eine längere Arbeitszeit in Kauf nimmt, weil sie länger brauchen bis sie zur Arbeit kommen, werden durch die Kürzung des Abzug bei der Steuererklärung benachteiligt. Ob man will oder nicht es ist eine Steuererhöhung. Richtig wäre, dass jeder Steuerpflichtig sich am Defizit beteiligt. Ich hoffe dass die neue Regierungsrätin, falls sie gewählt wird, diese Ungerechtigkeit vermeidet. Gemäss Zeitungsbericht ist sie mit der Lösung Kochs schon einverstanden so wie auch die anderen bürgerlichen Parteien. Das Wort Steuererhöhung könnte das Unwort des Jahres werden. Für manche ist eine Steuererhöhung ein Schimpfwort.

Eine versteckte Steuererhöhung ist aber unsolidarisch. Die Verwaltung des Kantons Thurgau arbeitet effizient, aber die Zitrone ist schon lange noch nicht ausgepresst. Gemäss dem gleichen Zeitungsbericht vom 18.01.2014. Die Last des Defizits soll aber nicht auf wenige Schulter belastet werden. Solidarität ist in der Verfassung verankert und soll nicht unnötig strapaziert werden.

Art. 6 der Schweizerverfassung lautet: «Jede Person nimmt Verantwortung für sich selber wahr und trägt nach ihren Kräften zur Bewältigung der Aufgaben in Staat und Gesellschaft bei.»

Share Button

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.