/// Rubrik: Kultur

«Con Fusion» – ein Tanzerlebnis

Kreuzlingen – Das Projekt «Con Fusion» wurde am vergangenen Wochenende zum letzten Mal aufgeführt. Mit viel Leidenschaft zum Tanz beeindruckte die Show ein grosses Publikum. Für die Verantwortlichen heisst es nun erstmal: durchatmen und geniessen.

Hip Hop versus Ballett. (Bild: kb)

Hip Hop versus Ballett. (Bild: kb)

Auf der Bühne der Seminaraula in Kreuzlingen zeigten 25 Tänzerinnen und Tänzer eine eindrucksvolle Show, in der Stile wie Hip Hop, Ballett, Flamenco, Steptanz, Jazz- und Modern-Dance aufeinandertrafen, wetteiferten und sich schliesslich miteinander vereinten.

Eine Geschichte erzählen
Eingebettet waren die Tanzeinlagen in eine Geschichte um eine junge Frau, verkörpert durch die Artistin Diana Schönholzer. In einer Truhe findet sie alte Tanzschuhe, die in ihr schöne und kuriose aber auch traurige Erinnerungen wecken. Diese Erinnerungen wurden eindrucksvoll in Choreografien zu teilweise stilfremder Musik dargestellt. Am Ende «fusionieren» nicht nur Musik und Tanzstile, auch der jungen Protagonistin wird bewusst, dass zur eigenen Entwicklung auch schmerzliche Erlebnisse gehören. Schliesslich überraschte und beeindruckte Diana Schönholzer mit einer Tuchakrobatiknummer, schwang sich in die Höhe und zeigte kunstvolle Figuren.

Gebannt folgte das Publikum dem Geschehen auf der Bühne und verlieh seiner Begeisterung ob der tollen Leistung aller Beteiligten stets mit tosendem Applaus Ausdruck.

Spannende Erfahrung
«Con Fusion» war ein Projekt der beiden Pädagoginnen Sandra Lenherr und Teresa Andrés. Viel Zeit haben sie investiert, um die Show auf die Bühne zu bringen – belohnt wurden sie von den positiven Rückmeldungen der Zuschauer und den Beziehungen zwischen den Künstlern, die geknüpft werden konnten. «Die Anstrengungen haben sich auf jeden Fall gelohnt», sagt Andrés. «Es war eine spannende Erfahrung mit so vielen TänzerInnen mit unterschiedlichem Backround, einer professionellen Artistin, den Ton- und Lichttechnikern, fünf verschiedenen Bühnen und – trotz guter Sponsoren – wenigen Mitteln so etwas Grosses auf die Bühne zu bringen.» Überwältigt habe sie das Engagement aller Mitwirkenden: «Nach und nach ist aus einer heterogenen Gruppe ein eingespieltes Team geworden, das trotz vielen Proben und harten Aufführungstagen motiviert und voller Energie stets präsent war.»

Ob es von Teresa Andrés und Sandra Lenherr wohl ein neues Tanzprojekt geben wird? «Jetzt heisst es erstmal durchatmen und geniessen, dass dieses Projekt viele begeistert hat – so sehr, dass sie gleich mehrmals in die Show gekommen sind», freut sich Andrés und bemerkt, dass in einer solchen Show sehr viel persönliches Engagement stecke und in dieser Form und Qualität nicht jederzeit produzierbar sei. «Beim nächsten Projekt hätten wir aber zumindest schon eine Ahnung, was alles auf uns zu kommt.»

Impressionen vom Aufführungssamstag gibt’s in unserer Bildergalerie!

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