/// Rubrik: Leserbriefe

Missbrauch des Bushofprojektes zur Verkehrsplanung

Kreuzlingen – Im Nein-Komitee haben Exponenten Einsitz, welche ihre Sichtweise der Verkehrspolitik in Kreuzlingen «auf dem Bushof-Parkett» durchsetzen wollen. (Text: Dr. Thomas Dufner, CVP-Gemeinderat)

(Bild: KLZ)

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Das ist nicht korrekt. Sie möchten die vollständige Sperrung des Hauptstrassenabschnittes zwischen Bären- und Löwen-Kreisel erreichen. Einige wollen sogar den Boulvard vollständig sperren. Dafür soll nun das Bushof-Projekt missbraucht werden. Mit anderen Worten soll das Zentrum von Osten her mit dem motorisierten Verkehr – wenn überhaupt – nur noch über Umwege erreichbar sein. Viele Gewerbetreibende und Dienstleister, die an der Hauptstrasse/Boulevard domizilisiert sind, wehren sich vehement gegen dieses Abschneiden vom für sie wichtigen direkten Verkehrsstrom. Das vom Stadtrat und Gemeinderat vorgeschlagene Bushoferweiterungsprojekt sorgt dafür, dass das Gewerbe in der aktuell sehr schwierigen Phase noch eine Chance hat und die Innenstadt nicht vollständig vom motorisierten Individualverkehr abgeschnitten wird. Das Bushof-Projekt verdient daher Ihr überzeugtes «Ja»!

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One thought on “Missbrauch des Bushofprojektes zur Verkehrsplanung

  1. Bruno Neidhart

    Die Stadt hatte sicher nie die Absicht, einen „direkten Verkehrsstrom“, wie Sie schreiben, Herr Dufner, in den „Boulevard“ zu lenken, als sie diesen plante und realisierte. Ganz im Gegenteil: Der „Verkehrsstrom“ sollte merklich reduziert werden. Warum das so nicht eintraf, muss genau ermittelt werden. Ein „Verkehrsstrom“ brauchen die „Gewerbetreibenden und Dienstleister“ allerdings nicht. Sie brauchen jedoch jederzeit eine qualifizierte Zufahrtsmöglichkeit für ihre Kunden. Möglichst aus allen Richtungen. Und sie brauchen ebenso Parkplätze für ihre Kunden. Das miteinander vernünftig zu verknüpfen ist keine einfache Aufgabe. Aber die Aufgabe muss endlich kreativ durchdiskutiert und entschieden werden. Den „Boulevard“ nur „zumachen“, ist wohl für das Zentrum keine Lösung. Was dann in 20 Jahren zu geschehen hat, ist eine ganz andere Sache. Nur: Dem „Öffentlichen Verkehr“ ist in Kreuzlingen oberste Priorität zu gewähren. Gerade für den Zugang zum „Stadtzentrum“ muss der städtische Busverkehr absolut optimal ausgebaut werden und funktionieren. Dies betrifft sowohl den Fuhrpark, die Linienführung, die Fahrplangestaltung, wie auch die bequeme Ausgestaltung aller Haltestellen, besonders auch den Zentralen Bushof beim „Boulevard“. Dieser Bereich kann nicht grosszügig genug ausgebaut sein. So schafft man optimal dem „Öffentliche Verkehr“ eine Akzeptanz in alle Kreise hinein. Und das kommt letztlich der Geschäftswelt im Zentrum unzweifelhaft zugute und entlastet das Zentrum zunehmend vom Autoverkehr (oder er nimmt wenigsten im Zentrum nicht mehr weiter zu!). Mit einem „Sperren“ der Cityzufahrt hat eine grosszügigere Ausgestaltung des Bushofs nichts gemein. Das sind zwei par Stiefel.

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