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Mit defensiven Mängeln in Niederlage geschlittert

Handball – Die NLB-Männer des HSC Kreuzlingen konnten im ersten Meisterschaftsspiel des Jahres ihre guten Resultate aus der Vorbereitung nur in der Startphase bestätigen und verloren schlussendlich bei den Reserven des NLA-Spitzenclubs Kadetten Schaffhausen deutlich mit 29:37 (14:18). Am nächsten Samstag kommt es um 18 Uhr in der heimischen Egelseehalle zum Aufsteigerduell mit dem Tabellensechsten STV Baden. (Text: Markus Rutishauser)

Kreuzlinger Handballer haben gegen Schaffhausen das Nachsehen. (Bild: Gaccioli)

Kreuzlinger Handballer haben gegen Schaffhausen das Nachsehen. (Bild: Gaccioli)

Nach den erfreulichen Leistungen in den beiden Testspielen gegen die NLA-Clubs Fortitudo Gossau (Sieg mit vier Toren) und St. Otmar St. Gallen (knappe Niederlage) reisten die Kreuzlinger Handballer sehr zuversichtlich nach Schaffhausen.

In der Vorrunde hatte man die mit zahlreichen Junioren-Internationalen und NLA-Kaderspielern besetzten Munotstädter mit 38:35 geschlagen und damit den ersten NLB-Sieg der Vereinsgeschichte feiern können. Allerdings musste der HSCK auf seinen gesundheitlich angeschlagenen Rückraumshooter Josip Nekic verzichten.

Die Partie begann aus Kreuzlinger Sicht wunschgemäss. Aus einer soldiden Deckung heraus gelang auch im Angriff vieles. Weil die Schaffhauser im Abschluss oft sündigten, lag der HSCK nach zwölf Minuten bereits mit 7:1 vorne. Zum Leidwesen der mitgereisten Anhänger hatten die Thurgauer damit ihr Pulver aber bereits verschossen.

Mehr technische Fehler
Sie machten es mit nun immer häufiger werdenden technischen Fehlern und Fehlschüssen den vom Junioren-Nationaltrainer Michael Sutter betreuten Gastgeber zu einfach, den Anschluss wieder herzustellen. Weil die defensive Absicherung fehlte, lief das Team des Trainerduos Tobias Eblen/Gabor Fülöp immer wieder in erfolgreiche Konter der Schaffhauser. Damit blieb der bis dahin starke Kreuzlinger Keeper Pal Kenyeres immer häufiger ohne Abwehrchance. Innerhalb von zehn Minuten hatten die Kadetten Espoirs das Score zum 11:11 ausgeglichen.

Auch weil der HSCK in Überzahl extrem fehleranfällig war. Und die Espoirs nahmen den Schwung gleich mit. Insbesondere gegen pfeilschnellen Junioren-WM-Sechsten Sergio Muggli (20) auf der Spielmacherposition, den NLA-erfahrenen Rückraumspieler Dimitrij Küttel (20) sowie die Aussen Sharr Ramadani und Ismail Erni fand die HSCK-Defensive kein wirksames Gegenmittel. Dazu gesellte sich auch noch Pech: So wurde ein Kreuzlinger Lattenschuss zur Vorlage für einen erfolgreichen Schaffhauser Konter. Und auch den taktisch ungeschickten Kreuzlinger Fehlwurf fünf Sekunden vor Pause nützten die Espoirs zu einem Treffer in der Schlusssekunde. Aus dem 7:1 war damit bei Halbzeit ein 14:18 geworden.

Von diesem Rückschlag erholten sich die Thurgauer auch nach dem Seitenwechsel nicht mehr entscheidend. Näher als bis auf drei Treffer kamen sie nicht mehr an die Gastgeber heran. In der 45. Minuten hatten die Schaffhauser ihren Vorsprung auf 28:22 ausgebaut. Und spätestens als Oliver Schoof gut 13 Minuten vor Schluss beim Stand von 29:25 seinen Penalty über das Tor setzte, war die Entscheidung gefallen. Die Schaffhauser spielten ihren 7. Saisonsieg in der Endphase locker nach Hause und schlossen mit dem 37:29 punktemässig zum Tabellenvierten Siggenthal/Vom Stein auf.

Heimspiel gegen Mitaufsteiger
Im letzten Frühjahr entschied in der Aufstiegsrunde ein einziger Treffer zugunsten von Baden, das sich als 1.-Liga-Schweizermeister feiern lassen durfte. In der Vorrunde kassierte der HSC Kreuzlingen beim 28:29 in Baden die bisher bitterste Niederlage in der NLB. Bis eine Minute vor Schluss hatte der HSCK noch mit 28:27 geführt.

Am nächsten Samstag will sich die Eblen-Truppe revanchieren und zwei ganz wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt ergattern. Allerdings ist Baden ein starker Widersacher, der sich als Tabellensechster bestens in der zweithöchsten Spielklasse hat etablieren können. In langjährigen NLA-Spieler Björn Navarin haben sie zudem einen überragenden Schützen, der oft das Zünglein an der Waage ausmacht. Die Kreuzlinger werden sie insbesondere in der Defensive gegenüber dem Schaffhauser Auftritt markant steigern müssen, wollen sie gegen Navarin & Co. punkten.

SG GS/Kadetten Espoirs Schaffhausen – HSC Kreuzlingen 37:29 (18:14)

BBC Arena. – 120 Zuschauer. – Sr. Keiser/Rottmeier.

Strafen: 5-mal 2 Minuten gegen Schaffhausen, 2-mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen.

Schaffhausen: Stokholm (ab 15. Simikic); Meister (1), Erni (11), Ramadani (7/1), Merki, Alili (1), Küttel (8), Radomir, Miletic, Baldauf (2), Muggli (7/1).

Kreuzlingen: Kenyeres (ab 45. Buff); Eblen (1), Müller, Kappenthuler, Fülöp (3), Schoff (11/1), Meier, Gacsalyi, Heim (1), Fekete (4), Schäfer (5), Kozak (4).

Penalty: Schaffhausen 2/2, Kreuzlingen 1/2.

Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Nekic (krank) und Runge (verletzt).

Nächstes Spiel: HSC Kreuzlingen – STV Baden (Samstag, 8. Februar, 18 Uhr, Egelsee).

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