/// Rubrik: Kultur

Die Doors rocken erneut

Konstanz – Vergangenen Herbst versetzte ein Konstanzer Musiktheater nicht nur eingefleischte Doors-Fans in Ekstase. Nun gibt es für alle, die bisher nicht dabei sein konnten, ein verlängertes Wochenende. Fünf weitere Male steigen die Schauspieler und Musiker ab 20. Februar auf die Bühne. Wenn möglich, soll sogar eine Tournee folgen.

Toller Schauspieler: Frank Lettenewitsch. (Bild: zvg)

Toller Schauspieler: Frank Lettenewitsch. (Bild: zvg)

Das Musiktheater «Jim Morrison – die Doors Legende» begeisterte im vergangenen Herbst Zuschauer und Kritiker gleichermassen. Zehn Mal wurde das Spektakel im grossen Saal des Neuwerks aufgeführt, und immer war es restlos ausverkauft. Gelobt wurde vor allem die musikalische und die schauspielerische Leistung. Wenn das Stück nun wiederaufgenommen wird, verändert sich nicht viel: «Never change a winning team», sagt der Konstanzer Autor Johannes Fröhlich. Rückblickend ist er selbst ein wenig überrascht vom sehr grossen Erfolg der Aufführungen, aber zugleich auch froh: «Wir hatten eine irre positive Resonanz und mussten bei jeder Aufführung Stühle hinzustellen.» Das könnte sich ab 20. Februar wiederholen.

Der singende Altenpfleger
Wieder wird es den berühmten Sänger doppelt zu sehen und zu hören geben. Der Schauspieler Frank Lettenewitsch verkörpert den alten Jim Morrison. Wäre dieser nicht in einer Pariser Badewanne unter Drogeneinfluss gestorben, er würde genau so in Opas Unterwäsche über die Bühne fegen und poetische, dunkle Songtexte rezitieren wie der ehemalige Stadttheater-Star. Johnny Stöckle, einziger Laie im Ensemble, gibt dafür den jungen Sänger und schafft es, genauso kraftvoll wie das Vorbild zu tönen. «Johnny kam unglaublich gut an», erinnert sich Fröhlich. «Es gab Zuschauer, die kamen danach zu mir und meinten: Der singt besser als das Original.»

So wird am Konzept Mélange aus Musik und Theater nicht gerüttelt. Eine kleine Verbesserung gibt es aber schon. «Johnny bekommt dieses Mal eine original Morrison-Perücke, hergestellt vom Konstanzer Friseurgeschäft J-7.» Doch keine Angst: Nur weil das Outfit des Frontmanns nun einen Hauch authentischer wird, so verkommt die Band keineswegs zur Cover-Truppe. Auch wenn so manche im Publikum am liebsten die ganze Zeit abgetanzt hätten und sich fragten, wieso denn überhaupt gestuhlt wurde: «Das Stück soll die grosse lyrische Kraft des Poeten zeigen und ist gleichzeitig Hommage an den Rockmusiker», erklärt Fröhlich.

Bald in Zürich und Berlin?
Wenn möglich, soll sogar getourt werden: «Wir haben unsere Produktion verschiedenen Spielstätten in der und über die Region hinaus angeboten», berichtet der Autor und Produzent. Wer weiss, vielleicht ist «Jim Morrison – die Doors Legende» bald in Stuttgart, Berlin, Basel oder Zürch zu sehen.

Alles Profis bis auf einen
Das Ensemble wird erneut komplettiert durch Patrick Manzecchi (John Densmore), einen der renommiertesten Schlagzeuger der Bodenseeregion, die Schauspielerin Susanne Breyer (Morrisons Freundin Pamela), den Gitarristen Brendan O’Kelly (Robby Krieger) sowie den Organisten Paul Amrod (Ray Manzarek), der als musikalischer Leiter zugleich die Band gecoacht hat. Auch dieses Mal wird die Singener Regisseurin Ursula Burkart wieder das Spektakel inszenieren.

Die Spieldaten sind am 20., 21. und 22. Februar jeweils um 20 Uhr. Am 23. Februar finden zwei Vorstellungen statt: um 15 und um 20 Uhr. Spielort ist der grosse Saal des Neuwerks in Konstanz. Einlass jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn. VVK: Café Voglhaus und Buchhandlung Homburger & Hepp.

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