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Fremde und Wir jetzt bei AGATHU

Kreuzlingen – Der Verein Fremde und Wir hat sich nach 25 Jahren aufgelöst und ist jetzt eine Kommission der Arbeitsgruppe für Asylsuchende Thurgau. Dies wurde anlässlich der letzten Generalversammlung am Mittwoch beschlossen.

Und die hatte es durchaus in sich. Obwohl die Abstimmung über die Vereinsauflösung traktandiert war und zahlreiche Vorgespräche liefen, kamen der Präsidentin von Fremde und Wir, Elisabeth Hofmann, auf einmal Bedenken.

Werden künftig noch enger zusammenarbeiten: Karl Kohli, Vroni Zimmermann (beide AGATHU), Hans-Rudolf Müller-Nienstedt, Elisabeth Hofmann und Uwe Moor (alle Fremde und Wir).(Bild: Thomas Martens)

Werden künftig noch enger zusammenarbeiten: Karl Kohli, Vroni Zimmermann (beide AGATHU), Hans-Rudolf Müller-Nienstedt, Elisabeth Hofmann und Uwe Moor (alle Fremde und Wir). (Bild: Thomas Martens)

Grund war ein Passus im Reglement für die neue Kommission Fremde und Wir. Hier heisst es gleich zu Beginn: «Die Kommission umfasst drei bis fünf Mitglieder, welche durch den Vorstand AGATHU gewählt werden.» Hofmann fühlte sich überfahren und äusserte Angst, dass nur noch AGATHU über die Besetzung der Kommission entscheiden könne und ihre Vereinsmitglieder nichts mehr zu sagen hätten. Sie wollte eine Vertagung der Abstimmung erreichen und nochmals innerhalb des Vereins darüber diskutieren, was von Vorstandsmitglied Uwe Moor und anderen Vereinsmitgliedern abgelehnt wurde.

Zusicherung von Kohli
Erst als AGATHU-Präsident Karl Kohli zusicherte, dass Fremde und Wir über die Besetzung der Kommission bestimmen könne, kehrte die Stimmung. Mit acht Ja-Stimmen, einer Gegenstimme und fünf Enthaltungen wurde schliesslich nach anderthalbstündiger Diskussion die Auflösung von Fremde und Wir beschlossen. Dies deshalb, weil der Verein ohnehin seit Jahren eng mit AGATHU zusammenarbeitet. Und als Kommission könne man wenigstens noch ein kleines bisschen Eigenständigkeit waren und eigene Projekte und Veranstaltungen initiieren.

Davon gab es im vergangegen Jahr jede Menge, wie Elisabeth Hofmann in ihrem Jahresbericht darlegte. Herzstück war der Flüchtlingstag zum Thema «Gemeinsam schaffen wir es – Arbeitsintegration von Flüchtlingen» im Juni. Auch in diesem Jahr wird es im Juni wieder einen Flüchtlingstag geben. Thema ist «Kein Kind ist illegal». Dazu wird vom 10. bis 18. Juni im Foyer der PHTG eine Austellung zu sehen sein.

Viele Veranstaltungen
Am 14. Juni beteiligt sich Fremde und Wir mit einer Getränkestation am Chrüzlinger Fäscht und Höhepunkt ist am 15. Juni die offizielle Festveranstaltung im Foyer der PHTG mit hochkarätigen Gästen.

Als nächstes findet am 19. März, um 19.30 Uhr, im Evang. Kirchgemeindehaus der Themenabend «Lampedusa – Flüchtlingselend an den Grenzen Europas» statt. Es referiert Peter Arbenz, ehemaliger Delegierter des Bundesrates für Flüchtlingswesen.

Die KreuzlingerZeitung wird natürlich auch weiterhin alle Veranstaltungen von Fremde und Wir in ihrer Printausgabe sowie auf der Homepage ankündigen.

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