/// Rubrik: Kultur

Zufall und Wildheit schaffen Kunst

Kreuzlingen – Über den nächsten Monat stellt der Kunstraum Kreuzlingen & Tiefparterre zwei für Kreuzlingen entwickelte Projekte aus. Der Fotograf Ueli Alder zeigt sein Glück im Unglück auf seiner USA Reise und Timo Ullmann sucht die Wildnis im Internet.

Bild von Ueli Alder. (Bild: zvg)

Bild von Ueli Alder. (Bild: zvg)

Auf den Spuren des Blues und der Suche nach der eigenen Identität ging der als Appenzeller Cowboy bekannte Fotokünstler Ueli Alder für ein Jahr in die USA. Er kehrte mit zahlreichen Fotos und einem Video zurück, das seine Fahrt durch die Canyon-Landschaft in den Badlands in South Dakota dokumentiert.

Erst hinterher stellte Alder fest, dass die Kamera defekt und somit ein Grossteil der Filmrollen unbrauchbar war. Ein Glücksfall hingegen sind die wenigen dort entstandenen Mehrfachbelichtungen, in denen sich infolge der Überlagerung der Bilder die verschiedenen Realitätsebenen narrativ miteinander verknüpfen.

Ob nun Zufall oder Konstruktion, allen seinen Bildern gemeinsam ist, dass sie ähnlich dem Blues ein Gefühl und eine besondere Stimmung ausdrücken, die von Trauer und Hoffnung gleichzeitig erfüllt ist.

Die Wildheit des Internets
In Video- und Klang-Installationen thematisiert Timo Ullmann das Internet als weltumspannendes Medium, das gleichzeitig immer mehr zu einem eigendynamischen und wilden Territorium heranwächst. Untersucht werden Schnittstellen, wo Kontrolle auf Eigendynamik und inszenierte Räume auf Naturbilder treffen.

Der romantisch geprägte Wildnisbegriff ist mit einer Sehnsucht nach Ursprünglichkeit und individueller Freiheit gefärbt, die Ullmann in der Ausstellung im Tiefparterre aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet.

Die beiden Ausstellungen dauern vom 8. März bis 27. April und sind jeweils von Freitag bis Sonntag zugänglich.

Ueli Alder –
Mississippi Desaster

Vernissage: Heute Freitag, 7. März, um 19.30 Uhr, mit Walter Keller Zürich.

Timo Ullmann –
wilds.of.the.web

Vernissage: Heute Freitag, 7. März um, 19.30 Uhr, mit Nils Röller, Leiter Vertiefung Mediale Künste ZHdK.

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