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Grenze bringt Millionen

Kreuzlingen – Zollinspektorat und Grenzwache hatten auch 2013 im Raum Kreuzlingen wieder viel zu tun. In einigen Bereichen gab es Rekordzahlen.

Für Grenzwache und Zoll im Raum Kreuzlingen war 2013 ein Rekordjahr. (Bild: tm)

Für Grenzwache und Zoll im Raum Kreuzlingen war 2013 ein Rekordjahr. (Bild: tm)

Das Zollinspektorat Kreuzlingen-Autobahn, inklusive Dienstabteilungen Romanshorn und St. Gallen, weist für 2013 im Handelswarenverkehr neue Rekordzahlen auf und intervenierte täglich zu Gunsten der Sicherheit und Wirtschaft.

Wie Zollinspektor Heinz Suter anlässlich der Jahresmedienkonferenz am Donnerstag am Autobahnzoll ausführte, nahmen die  Einfuhrabfertigungen im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Prozent zu. Dabei wurden für die Bundeskasse Einnahmen in der Höhe von 483 Millionen Franken (+7,4 Prozent) erzielt.

Indikator für Konjunktur
Mehr als 137000 Lastwagen (+4,2 Prozent) benutzten den Grenzübergang Kreuzlingen-Autobahn Richtung Schweiz und knapp 145000 (+5,5 Prozent) Richtung Deutschland. Dies entspricht einem Durchschnitt von 1142 (Vorjahr 1088) grenzüberschreitenden LKW-Fahrten pro Arbeitstag und sei wohl der guten Konjunktur geschuldet. 148 LKWs mit technischen Mängeln, Übergewicht oder anderen Sicherheitsrisiken wurden vorübergehend aus dem Verkehr gezogen.

Die Verwendung unverzollter Fahrzeuge durch Personen, die in der Schweiz wohnhaft sind, ist grundsätzlich verboten. Abklärungen in 391 Fällen führten zu einem Abgabenbezug von rund 222500 Franken und einer Bussenforderung von 25590 Franken.

Das Zollinspektorat Kreuzlingen-Autobahn beschäftigt rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und deckt den ganzen Wirtschaftsraum Thurgau und Stadt St. Gallen ab.

Gepäckkontrolle an einem mobilen Einsatzfahrzeug. (Bild: tm)

Gepäckkontrolle an einem mobilen Einsatzfahrzeug. (Bild: tm)

Bestwerte auch bei Grenzwache
Im vergangenen Jahr erzielte die Grenzwachtregion II im Reiseverkehr bei 153310 Abfertigungen einen Einnahmerekord von über zehn Millionen Franken. Bei den festgestellten Waffen und Dokumentenfälschungen sowie bei den Meldungen an die kantonalen Arbeitsmarktbehörden war nach Angaben von Oberstleutnant Thomas Zehnder, Kommandant Grenzwachtregion II, erneut eine starke Zunahme zu verzeichnen. Der Schmuggel von Waren nahm sowohl im niedrigen wie auch im hohen Preissegment zu.

Die Mitarbeitenden der Grenzwachtregion II deckten im vergangenen Jahr 1744 (Vorjahr 1316) Verstösse gegen das Betäubungsmittelgesetz auf. Gesamthaft wurden 4,8 Kilo Haschisch/Marihuana, 0,5 Kilo Amphetamin, 2,2 Kilo Heroin und 12,2 Kilo Kokain sichergestellt. Bei den Fällen mit grösseren Mengen Betäubungsmitteln wurden vermehrt aufwändige Schmuggelverstecke festgestellt, so wurden in Kreuzlingen zwei Kilo Heroin und ein Kilo Kokain in einem Fahrzeughohlraum gefunden. Hierbei greift die Grenzwache immer öfter auf eigene Kontrollspezialisten zurück, die ein Fahrzeug notfalls komplett zerlegen und wieder zusammen bauen.

2013 registrierten die 250 Mitarbeitenden der Grenzwache 420 (Vorjahr 325) Widerhandlungen gegen das Waffengesetz. Mehrheitlich handelte es sich um Hieb- und Stichwaffen. Zunehmend werden aber auch Elektroschockgeräte und Imitations-, Schreckschuss- und Soft-Air-Waffen sichergestellt.

Einen Rekordwert erreichten auch die Meldungen an die kantonalen Arbeitsmarktbehörden. In 1195 (Vorjahr 803) Fällen wurden ausländische Arbeitnehmer und Dienstleister, die ihre mehrwertsteuerpflichtige Arbeit nur teilweise oder gar nicht angemeldet hatten, den zuständigen Behörden mitgeteilt.

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