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HSC Kreuzlingen vor Ligaerhalt

Handball – Mit einer starken Kollektivleistung und dem 33:31 (16:17) über die mit vier NLA-Spielern verstärkte SG GC Amicitia Zürich haben die NLB-Handballer des HSC Kreuzlingen den vierten Sieg in Serie errungen. Sechs Spieltage vor Saisonende beträgt der Vorsprung des Liganeulings auf die Abstiegsplätze damit beruhigende neun Punkte. (Markus Rutishauser)

Gabor Fülöp für Kreuzlingen im Zweikampf. (Bild: Mario Gaccioli)

Gabor Fülöp für Kreuzlingen im Zweikampf. (Bild: Mario Gaccioli)

Weil die NLA-Mannschaft der Zürcher erst am nächsten Tag im Einsatz stand, hatten die Kreuzlinger mit zahlreichen Verstärkungsspielern in den gegnerischen Reihen rechnen müssen. Die SG GC Amicitia/RWZ versucht mit allen Mitteln, sich doch noch vor dem Abstieg zu retten. Die Befürchtungen der Thurgauer trafen denn auch ein: Mit dem Rückraumspieler Nemanja Malovic, Mesud Bajramovic, Luca Oberli und Keeper Tim Schubiger liefen gleich vier NLA-Stammspieler in der Egelseehalle auf.

Bis zum Alter von 23 Jahren können NLA-Clubs ihre Talente beliebig oft auch in unteren Ligen einsetzen. Ohne diese Verstärkungsspieler wäre die SG GC Amicitia/RWZ Zürich in der Nationalliga B nicht überlebensfähig. Zudem können die Zürcher seit kurzer Zeit auch auf die Qualitäten des Rückkehrers David Parolo zählen, welcher bereits 16 Einsätze für die Schweizer Nationalmannschaft in seinem Palmarès hat und vor seiner mehrmonatigen Auszeit eine Teamstütze des TSV St. Otmar St. Gallen war.

Durchgeschüttelt
Die Zürcher drückten von Beginn weg gehörig aufs Gaspedal. Die Kreuzlinger waren noch gar nicht richtig auf dem Platz, da lagen sie durch Treffer der Zürcher NLA-Cracks nach vier Minuten bereits mit 0:4 im Rückstand. In der Startphase mussten die gut 300 HSCK-Fans in der Halle ein Debakel ihrer Mannschaft gegen einen übermächtigen Gegner befürchten.

Doch angeführt vom überragenden Liga-Torschützenkönig Oliver Schoof kämpften sich die Thurgauer ins Spiel zurück. Aus dem 4:9 (10.) machten sie innerhalb von nur fünf Minuten ein 10:10. Danach bewegte sich der HSCK auf Augenhöhe mit einem in der Startphase scheinbar hoch überlegenen Gegner.

Packendes Finish
Insbesondere in der Defensive hielt der Aufsteiger mit viel physischem Einsatz dagegen. Erfreulich wie der HSCK zu Beginn der 2. Halbzeit auf die Spezialbewachung für Goalgetter Schoof und einen erneuten Dreitore-Rückstand reagierte. Nach vier Malovic-Treffern in Serie zum 21:24 nützten die Kreuzlinger eine zweiminütige Überzahl zum erneuten Anschluss. Mit dem 24:24 wurde eine packende Schlussviertelstunde eingeläutet, in der die Gäste bis zum 28:29 (52.) die Nase weiterhin knapp vorne hatten.

Die 6. Strafe gegen Zürich leitete aber den beeindruckenden Kreuzlinger Endspurt ein. Als Milan Kozak mit seinem vierten Tor 95 Sekunden vor Schluss den HSCK mit 32:20 in Führung brachte, schien das Spiel gelaufen zu sein. Weil die Kreuzlinger aber wenig später ebenfalls eine Strafe kassierten, konnten die Zürcher bis zum Schlusspfiff in Überzahl spielen. Malovic mit seinem 9. Treffer zum 32:31 liess GC Amicitia/RWZ Zürich 59 Sekunden vor Schluss nochmals hoffen. Weil sich die Kreuzlinger in der restlichen Spielzeit aber sehr abgeklärt verhielten, kamen die Gäste nicht mehr zum erfolgreichen Abschluss. Im Gegenteil: In der Schlusssekunde krönte Oliver Schoof eine starke Leistung mit seinem elften Tor zum 33:31-Endstand. Die beiden Punkte waren der verdiente Lohn für eine tolle Kollektivleistung und eine der bisher besten Auftritte des HSC Kreuzlingen in der Nationalliga B.

Ligaerhalt praktisch auf sicher
Mit ihrem 9. Saisonsieg konnten die Kreuzlinger ihren Vorsprung auf die Abstiegsplätze auf neun Punkte ausbauen. Bei sechs noch ausstehenden Runden ist dies praktisch mit dem Ligaerhalt gleichzusetzen. Am kommenden Samstag trifft der HSC Kreuzlingen auswärts auf Yellow Winterthur (18 Uhr, Eulachhalle) und das nächste Heimspiel bestreitet er eine Woche später (22. März) gegen den BSV Stans.

Kreuzlingen – SG GC Amicicita/RWZ Zürich 33:31 (16:17)

Egelsee. – 298 Zuschauer. – Sr. Oswald/Oswald.

Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen, 6-mal 2 Minuten gegen Zürich.

Kreuzlingen: Kenyeres; Eblen, Fekete (3), Fülöp (2), Heim (2), Kasumovic (1), Kozak (4), Nikocevic (5), Schäfer (5), Schoof (11). – Buff, Kappenthuler, Meier und Runge nicht eingesetzt.

Zürich: Schubiger/Keller; Bajramovic (3), Cuderman, Färber (2), Hasanovic, Jazo (2), Malovic (9), Maurer (4), Oberli (3), Parolo (6), Santoro, Von Ballmoos (1), Wernli (1).

Penaltystatistik: Kreuzlingen 0 von 2, Zürich 0 von 1.

Bemerkungen: Zürich mit den NLA-Spielern Bajramovic, Malovic, Oberli und Schubiger sowie dem 16-fachen Nationalspieler Parolo (ex-St. Otmar SG).

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