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Der GEWA fehlt das lokale Gewerbe

Kreuzlingen – An der GEWA Generalversammlung blickte der Vorstand der Genossenschaft zurück auf eine gelungene Gewerbeausstellung. Einmal mehr wurde betont, wie wichtig die Teilnahme des einheimischen Gewerbes für die Zukunft ist.

Die Modeschau an der GEWA 2013 war nur eine der Attraktionen des Ramenprogramms, welche sehr gut ankamen. (Bild: zvg)

Die Modeschau an der GEWA 2013 war nur eine der Attraktionen des Ramenprogramms, welche sehr gut ankamen. (Bild: zvg)

Die GEWA 2015 steht und soll erneut ein Erfolg werden. Das sind die Neuerungen: Die Messe bekam eine neue Homepage, wartet mit einem verbesserten Gewerblertreff auf und bietet erneut Sonderschauen sowie weitere Attraktionen. Bei der Gastronomie will der Vorstand über die Bücher gehen. Geheimnistuerei herrscht dagegen noch um einen Antrag, der an der kommenden Generalversammlung des Kreuzlinger Gewerbevereins traktandiert ist. Diese findet am 2. April statt. Gewa-Präsident Werner Meister kündigte diesen Antrag als «Lösungsvorschlag» an, um das Interesse des einheimischen Gewerbes zu wecken.

Rückblick des Präsidenten
Dies habe sich im vergangenen Jahr einmal mehr als schwierig erwiesen, so Meister in seinem Rückblick. Vor 13 anwesenden Genossenschaftern berichtete er, dass grosse Anstrengungen nötig waren, um «eine Handvoll Gewerbler» zur Teilnahme am Gewerblertreff zu motivieren. Das zu ändern, sei eine der wichtigsten Aufgaben in diesem Jahr. «Denn mit jedem Kreuzlinger Gewerbler, der nicht an der GEWA teilnimmt, müssen wir einen Auswärtigen akquirieren», so Meister. «Wir sind momentan auf einer Gratwanderung. Auf der einen Seite haben wir den Auftrag, eine lokale Leistungsschau zu bieten, auf der anderen Seite müssen wir die Ausstellung der Zeit und den Bedürfnissen des Publikums anpassen.»

Rechnung schliesst positiv
Bei den Finanzen hingegen gelang eine Punktlandung: «Die GEWA 2013 war wieder ein Erfolg – vergleichbar mit der GEWA 2011 – mit einem Unterschied: Wir können einen positiven Rechnungsabschluss präsentieren», so Meister. Dies sei oberstes Ziel gewesen und konnte unter anderem durch Preisanpassungen erreicht werden.

Note: gut bis sehr gut
Nach einem fotografischen Rundgang über die GEWA 2013 präsentierte Messeleiterin Renate Giger die dazugehörigen Zahlen. Feedback von den Ausstellern wurde erneut mit Fragebogen eingeholt, die rund zwei Drittel beantworteten. Diese gaben in der Mehrzahl Werbung, Besucherführung und Standkonzept die Note «gut bis sehr gut». 19 von 20, die den Fragebogen ausfüllten, können sich vorstellen, auch im 2015 wieder teilzunehmen. Nur noch 89 der 164 Aussteller kamen aus dem Bezirk Kreuzlingen. Die Rechnung schliesst mit einem Gewinn von 13954 Franken ab. Damit werden Rückstellungen gebildet, um die negativen Ergebnisse in den Zwischenjahren aufzufangen. Gegenüber dem Jahr 2011 gelang es, die Kosten für Werbung und Gastronomie zu senken. So konnte trotz weniger Einnahmen ein Plus erzielt werden. Fürs laufende Jahr budgetierte man einen Aufwand von 16000 Franken, der durch Rückstellungen ausgeglichen wird.
Alle Punkte der Tagesordnung wurden einstimmig angenommen. Neuer Revisor ist Lukas Vogt, Addetto Treuhand AG.

Spätes Echo aus Konstanz
Zum Abschluss gab es noch einige kritische Worte in Richtung Stadtmarketing Konstanz. Zu lange seien die Genossenschafter im Unklaren gelassen worden, ob die GEWA 2015 erneut grenzüberschreitend stattfinden könne. Dies habe die Vorbereitungen erschwert und verzögert. Werner Meister sprach von «Papierkrieg».
In einem Brief, unterschrieben auch von Stadtamman Andreas Netzle, wandte sich die Genossenschaft bekanntlich im Dezember 2013 an den Konstanzer Gemeinderat. Ende Januar kam grünes Licht: Ohne Gegenstimme stimmte der Konstanzer Gemeinderat der Unterzeichnung der Absichtserklärung für eine gemeinsame Durchführung der grenzüberschreitenden Gewerbeausstellung 2015 zu.

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