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Philharmonie auf gutem Weg der Konsolidierung

Konstanz - Der Gemeinderat beschäftigt sich am 27. März erneut mit dem Jahresabschluss 2011 der Südwestdeutschen Philharmonie. Der Feststellungsbeschluss ist notwendig, da er Grundlage für die Feststellung der Bilanz 2012 ist.

 

Die Philharmonie bei ihrem Sommerkonzert in Konstanz. (Bild: zvg)

Die Philharmonie bei ihrem Sommerkonzert in Konstanz. (Bild: zvg)

Nach dem erwirtschafteten Defizit in den Jahren 2011 und 2012 ist die Südwestdeutsche Philharmonie auf einem guten Weg zur Konsolidierung ihrer Finanzen. Das macht Bürgermeister Dr. Andreas Osner vor der Gemeindratssitzung am kommenden Donnerstag deutlich. In der Sitzung am 27. März beschäftigt sich das Gremium noch einmal mit der Vergangenheit: der Feststellung des Jahresabschlusses 2011, der einen Verlust von 386000 Euro aufweist.

Der Tagesordnungspunkt war in der Ratssitzung am 27. September 2012 abgesetzt worden. Die Empfehlung des Orchesterausschusses vom 18. September 2012, der (damaligen) Intendanz für das Wirtschaftsjahr 2011 Entlastung nicht zu erteilen, gilt unverändert. Die noch offenen Stellungnahmen der Verwaltung zur Sonderprüfung der Gemeindeprüfungsanstalt (GPA), die sich unter anderem mit den Gründen für die Entstehung und das Anwachsen des Defizits beschäftigt, werden am 29. April im Gemeinderat behandelt.

Neuausrichtung des Orchesters
«Die finanzielle Situation bei der Philharmonie entspannt sich langsam», stellt Dr. Osner fest. Gründe für die positive Einschätzung der Situation sind erhebliche Anstrengungen bei der Neuausrichtung des Orchesters, seit Beat Fehlmann die Intendanz im September 2013 übernommen hat.

«Beat Fehlmann hat innerhalb kurzer Zeit schon viel bewirkt. Die Südwestdeutsche Philharmonie ist insgesamt auf einem guten Weg. Es bleibt denoch eine Herausforderung, angesichts der Höhe des aufgelaufenen Defizits die finanzielle Stabilität der Südwestdeutschen Philharmonie in einem kurzfristigen Zeitraum zu sichern. Dies betrifft insbesondere die mit der Stadt getroffene Budgetvereinbarung zur Rückführung des aufgelaufenen Defizits», erklärt Dr. Osner.

Intendant mit gutem Gespür
Die Philharmonie sei fest in der Region und darüber hinaus verankert, so der Bürgermeister. Dank eines treuen, aber auch anspruchsvollen Publikums wird sie das auch bleiben. «Der neue Intendant hat rasch ein gutes Gespür dafür entwickelt, wie man den Spagat zwischen der Vorgabe drastischer Einsparungen einerseits und dem unverändert hohen Anspruch an die künstlerische Qualität andererseits erfolgreich meistern kann», lobt Dr. Osner. Er weist auf die ausgezeichnete Arbeit des Orchesters hin und bedankt sich ausdrücklich bei den engagierten Musikerinnen und Musikern: «Sie können stolz auf die geleistete Arbeit sein».

Neben der künstlerischen Ausrichtung mit neuen Impulsen für das in Kürze vorgestellte neue Spielzeitprogramm hat Fehlmann ein striktes Konzept erarbeitet, wodurch das Orchester die Ausgaben für externe Gäste um 560000 Euro reduziert hat. Die Neuausrichtung schafft perspektivisch Planungssicherheit für die umfangreich anstehenden Aufgaben. «Wir wissen, um die Bedeutung der Südwestdeutschen Philharmonie für die gesamte Region und wir werden unserem Publikum in den Konzertsälen Süddeutschlands, Österreichs und der Schweiz wie gewohnt ein künsterlisch hochkarätiges und vielfältiges Programm anbieten», umreisst Beat Fehlamann die mittelfristigen Ziele der Südwestdeutschen Philharmonie.

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