/// Rubrik: Leserbriefe

Der Status von Kreuzlingen

Kreuzlingen – Kapitel 3: Verkehrschaos Nummer 5. (Bernard Grzebinski)

Ich muss staunen, wie einige Herren uns weismachen möchten, dass Kreuzlingen unbedingt (ohne zu denken) eine grössere Schwimmhalle braucht. Und dass diese Schwimmhalle mit dem Bad Egelsee verbunden werden soll. All das für nur 32 Millionen Franken. Liebe Kreuzlinger, ein solches Bad brauchen wir nicht im Xentrum. Es wird unsern Verkehr nur noch mehr belasten. Das Problem Nummer eins bleibt der Verkehr. Ein Meilenstein sollte nicht ein Stolperstein werden. Es stimmt, wir könnten ein neues Bad brauchen, aber bitte nicht inmitten der Stadt. Verlegt es ans Seeufer beim jetzigen Seebad. Wenn alle Kreuzlinger profitieren sollten, dann ein Wellnessbad wie Konstanz, Meersburg oder Überlingen. Bitte keines im Xentrum.

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One thought on “Der Status von Kreuzlingen

  1. Bruno Neidhart

    Wenn Sie, Herr Grzebinski, die Grundlagen lesen, die zur Planung des neuen Hallenbades führten, so ist der Vergleich mit (eintrittsteuren!) „Wellnessbädern“ kaum gegeben. Die Kreuzlinger Planung definiert sich erkennbar nach der Fragestellung, wie ein schulpädagogisch ausgerichtetes Bad mit einem „veritablen, modernen Sportbad“ zu kombinieren sei, und gleichzeitig sinnvoll auch der sportlichen und gesundheitlichen Freizeitbetätigung, inklusive Wellness und Kinderbad, möglichst einer breiten Bevölkerungsschicht der Stadt und der Region dienen kann. Dieser anspruchsvolle Gedanke impliziert übrigens bereits die planerische Zusammenführung der neu zu erstellenden Anlage mit dem vorhandenen, gleichzeitig zweckentsprechend weiter auszubauenden „Egelseebad“ – nicht zuletzt aus funktionellen und badtechnischen Gründen.
    Obwohl das Bad im Zentrum zu stehen käme, hätte es übrigens mit dem „Problem Nummer ein“, wie Sie den „Verkehr“ umschreiben, nur marginal zu tun. „Verkehr“, respektive die damit zusammenhängenden Fragestellungen, sind in Kreuzlingen auf einer ganz anderen Ebene angesiedelt, haben dabei u.a. auch einen überregionalen Aspekt.
    Ein neues Hallenbad am See beim „Hörnli“? Als „Alternative“ käme allenfalls eine Überdachung – vielleicht mit Sommeröffnung – des bestehenden 50 Meterbeckens infrage. Die vorhandene Umgebungsinfrastruktur müsste dabei mit Sicherheit deutlich erweitert werden. Es wäre eine (relativ!) günstige Alternative mit allerdings nur begrenzter sportlicher Wertigkeit gegenüber dem Projekt „Campus Egelsee“. Die Lage am See hätte zudem für die ganzjährigen schulsportlichen Belange keine Vorzüge, auch kaum gegenüber dem Bereich „Freizeit“.
    Ein „Wellnessbad“ am „Hörnli“? Dies wäre mit weit grösseren Baukosten verbunden und benötigte eine grundsätzliche Einstellung, wie weit sich Kreuzlingen auch mit dieser speziellen Ausrichtung in Zusammenhang bringen möchte. Die Konkurrenz ist hier bereits gross (Dabei wäre die Suche nach neuem „Thermalwasser“ wohl noch das geringste Problem, liegen doch überall links und rechts vom Rheinbecken , von den Alpen bis nach den Niederlanden, Thermalwasseradern!).
    Ein munter auf „Freizeit und Wellness“ ausgerichtetes Konzept mit reduzierten „schul- und leistungssportlichen Ambitionen“, mit oder ohne „Thermal“? Zwei gut erreichbare Bäder unterschiedlicher Schwerpunkte können da besonders zur Ansicht dienen: Das Konstanzer „Schwaketenbad“, sowie das „Tuwass“ in der Stadtmitte von Tuttlingen.
    Das Kreuzlinger Projekt geht, wie erwähnt, in eine etwas andere Richtung. Damit für die Stadt, für die Region und darüber hinaus zu punkten, ist die Absicht der vorliegenden Planung. Man kann das als „Chance“ sehen.

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