/// Rubrik: Kultur

Jungdirigenten erreichen Höchstleistung mit der Südwestdeutschen Philharmonie

Kreuzlingen – Eine Woche lang konnten sich fünf Studenten des Dirigierworkshops der Zürcher Hochschule der Künste(Leitung Johannes Schlaefli)teilen in das Einüben eines Konzertprogramms zusammen mit der Südwestdeutschen Philharmonie. Am letzten Freitag fand dann das Abschlusskonzert in der Aula der PMS statt. (Jörg Engeli)

(Symbolbild: Rainer Sturm / pixelio.de)

(Symbolbild: Rainer Sturm / pixelio.de)

Man spürte es gleich von Beginn an: Das Orchester war zu Bestleistungen in Ausdrucksstärke und Präzision des Zusammenspiels bereit. Sehr geschickt war das Programm gewählt. Jeder Dirigent konnte in den charaktervollen Kompositionen seine Ideen verwirklichen.

Zu Beginn erklang unter kundiger, einfühlsamer Leitung von Corinna Niemeyer das poetische Stück «Prélude à l’après-midi d’un faune» des Impressionisten Claude Debusssy. Welch ein Reichtum an Klangfarben, Rhythmen und Melodien! Eine Traumwelt tat sich dem Hörer auf. In Antonin Dvoràk’s symphonischer Dichtung «Die Mittagshexe», einem Spätwerk des tschechischen Meisters, vermochte Raphael Honegger mit seiner überzeugenden Gestik das Orchester zur Ausdeutung des dramatischen Geschehens bis ins letzte anleiten und das Publikum in seinen Bann zu ziehen.

Die berühmteste symphonische Dichtung ist wohl «Die Moldau» aus dem Zyklus «Mein Vaterland» von Bedrich Smetana. François Lopez- Ferrer führte das Orchester mit sicherem Gespür für die musikalische Darstellung der verschiedenen Stationen des Flusslaufes von der Quelle bis zur Mündung, und die Musiker spielten das faszinierende Werk voller Hingabe.

In die dankbare, anspruchsvolle Aufgabe der Leitung von Maurice Ravels Orchesterfassung der «Bilder einer Ausstellung» des genialen russischen Komponisten Modest Mussorgsky teilten sich Edouardo Strasser und Chin-Chao Lin. Beiden Dirigenten gelang es, zusammen mit dem hervorragend spielenden Orchester, das jeweils mit einer «Promenade» durch die verschiedenen Stimmungen der zehn Tongemälde führende Werk höchst eindrücklich zu gestalten – ein gewaltiges Klangereignis bis hin zum «Grossen Tor von Kiew»!

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