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Trend zu grösseren Betrieben hält an

Frauenfeld – Der Trend zu grösseren Betrieben hat sich 2013 in der Thurgauer Landwirtschaft fortgesetzt. Sowohl die landbewirtschaftenden Betriebe als auch die Tierhalter arbeiten zunehmend in grösseren Strukturen. Parallel dazu ist die Zahl der direktzahlungsberechtigten Betriebe weiter gesunken.

(Bild: Schütz/pixelio)

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(Bild: Archiv)

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Der Kanton Thurgau zählte im Jahr 2013 insgesamt 3059 Betriebe mit Landbewirtschaftung. Auf fast 85 Prozent dieser Betriebe wurden Tiere gehalten. Dazu kamen rund 1919 reine Tierhaltungsbetriebe. Seit Jahren sinkt die Zahl der Landbewirtschafter mit Anspruch auf Direktzahlungen. Auch im vergangenen Jahr ging sie leicht zurück. Insgesamt gab es 2013 noch 2279 direktzahlungsberechtigte Betriebe, 59 Betriebe weniger als im Vorjahr. Mit 2,5 Prozent war der Rückgang damit etwas stärker als im Mittel der letzten zehn Jahre (1,7 Prozent). Verglichen mit 2003 ist die Zahl der direktzahlungsberechtigten Landbewirtschafter um mehr als 15 Prozent zurückgegangen.

Trend zu grösseren Strukturen setzt sich fort
Die Thurgauer Landwirtschaft arbeitet in immer grösseren Strukturen. Die Anzahl mittelgrosser Betriebe mit einer landwirtschaftlichen Nutzfläche von 5 bis 25 Hektaren sank 2013 um 5 Prozent. Im selben Zeitraum erhöhte sich die Zahl der Betriebe mit einer bewirtschafteten Fläche von 25 bis 50 Hektaren um 2,8 Prozent, jene der Betriebe mit einer Nutzfläche von mehr als 50 Hektaren sogar um 7,7 Prozent.

Auch bei den Tierhaltern setzte sich der Trend zu Stallungen mit einer grösseren Anzahl Tiere fort. Die durchschnittliche Anzahl Schweine in den Schweinehaltungen stieg von 294 im Jahr 2003 auf 486 im Jahr 2013. Bei den Rindviehhaltern erhöhte sich die durchschnittliche Zahl an Tieren in den letzten zehn Jahren von 22 auf 29 pro Betrieb.

Leichte Zunahme der Biobetriebe
Die Anzahl Betriebe, die nach biologischen Richtlinien produzieren, hat erneut zugenommen. Insgesamt 289 Betriebe konnten 2013 das Label von Bio-Suisse führen, was einer Zunahme von fast 4 Prozent zum Vorjahr entspricht. Knapp 10 Prozent aller Thurgauer Betriebe mit Landbewirtschaftung waren demnach im vergangenen Jahr als Biobetriebe zertifiziert.

Rückgang der landwirtschaftlichen Nutzfläche verlangsamt sich
In den letzten Jahren bildete sich die landwirtschaftliche Nutzfläche stetig zurück. Allein im vergangenen Jahr reduzierte sie sich um knapp 76 Hektaren. Damit lag die Entwicklung jedoch unter dem Durchschnitt der letzten Jahre. In den vergangenen zehn Jahren verkleinerte sich die landwirtschaftliche Nutzfläche durchschnittlich um 130 Hektaren pro Jahr.

Direktzahlungen zum zweiten Jahr in Folge rückläufig
Nach einem stetigen Wachstum der Direktzahlungsbeiträge über die vergangenen Jahre gingen diese 2013 zum zweiten Mal in Folge leicht zurück. Hauptursache für diesen Rückgang war die Kürzung der Beiträge für Raufutter verzehrende Nutztiere um 25 Franken pro Grossvieheinheit. Insgesamt wurden 108 Millionen Franken an Direktzahlungen an die Thurgauer Landwirtschaftsbetriebe ausbezahlt. Die ökologischen Direktzahlungen machten dabei etwas mehr als 20 Prozent der gesamten Beiträge aus.

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