/// Rubrik: Leserbriefe

Mehr Macht den Eliten

Leserbrief – Zur Übertragung der Thurgauer Gesundheitsbauten. (Peter Dransfeld, Kantonsrat SP, Ermatingen)

(Bild: Archiv)

(Bild: Archiv)

Am 26. März hat der Grosse Rat fast einstimmig die Übertragung der Gesundheitsbauten an jene, die sie nutzen, beschlossen. Das war eine logische Folge der Entlassung der Spitäler in die Selbständigkeit, leider aber auch eine weitere Beschneidung demokratischer Rechte von Volk und Parlament, so gut die praktischen Gründe für die Übertragung auch sein mögen.

Spricht unsere Regierung von der Thurmed AG nun als einer Vertragspartnerin, der auf Augenhöhe zu begegnen sei, dann vergisst sie, dass die Spitäler noch immer uns allen gehören, dass die Funktionäre der Thurmed AG also vom Regierungsrat eingesetzt sind, um unsere – nicht ihre – Interessen zu wahren.

Wie die führenden Kreise aus Frauenfeld mit dem Volksvermögen umgehen und was sie von demokratischer Mitwirkung halten, haben uns die jüngsten Vorgänge um die Kartause Ittingen aufgezeigt. Dass nun gerade die gleiche Person an der Spitze von Spitälern und Kartause steht, mag Zufall sein und soll unser Urteil nicht über Gebühr beeinflussen. Es zeigt aber doch, dass man gerne Ämter kumuliert, wenn das Volk nichts zu sagen hat. Wir dürften gut beraten sein, die Augen offen zu halten: Einigen wenigen die Macht zu überlassen, ist die nur die zweitbeste Lösung.

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3 thoughts on “Mehr Macht den Eliten

  1. Bruno Neidhart

    Was man mit dem Begriff „Elite“ verbindet, ist ja nicht per se schlecht. Hier versucht es der Titel aber bereits suggestiv so darzustellen. Mit diesem Begriff hat die SP traditionell noch immer etwas Mühe.

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  2. Ruedi Anderegg

    Und wenn dann der Thurmed AG mal das Geld nicht mehr reicht für Investitionen in die Infrastruktur und für den Liegenschaften Unterhalt darf der Steuerzahler dann wieder einspringen.

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    1. Bruno Neidhart

      „Der Steuerzahler“ springt das ganze Jahr ein! Wenn er davon profitiert, oder das „Einspringen“ anderen, weniger Begüterten erkennbar etwas Nützliches bringt, ist das ja o.k.! Unsinniges ist dagegen zu unterlassen. Dazu gehört der Gesundheitsdienst nicht unbedingt – „Flugis“ schon eher.

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