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Das Hutgeschäft wird zur Lesebühne

Konstanz – Im März 2013 eröffnete Sandra Fluck ihr Fachgeschäft. Jetzt hat die Modistin das verflixte erste Jahr überstanden und feiert mit einer Serie kultureller Events. Den Anfang macht eine Buchvorstellung.

Hutmacherin Sandra Fluck feiert ihr Einjähriges mit Literatur. (Bild: sb)

Hutmacherin Sandra Fluck feiert ihr Einjähriges mit Literatur. (Bild: sb)

Über die Obere Augustinergasse gelangt man durch eine schmale Passage vom Augustinerplatz zur Rosgartenstrasse. Kurz bevor man diese erreicht, lädt zur rechten Hand ein kleiner Hutladen zum Stöbern ein. Seit einem guten Jahr hat Hutmacherin Sandra Fluck hier ihre neue Heimat gefunden und verkauft Kopfbedeckungen aller Art. «Sandra Fluck Kopfschmuck» heisst ihr Fachgeschäft, und Damen, welche heutzutage noch oder wieder Hüte tragen, denen ist die Adresse ein Begriff – ist es doch das einzige Geschäft seiner Art in Konstanz und Umgebung.

Ihr Angebot umfasst Herren- und Damenhüte aus Stroh und Filz, ausserdem Headpieces und Accessoires sowie ausgewählte Second Hand-Mode. Gerne fertigt die gelernte Modistin Hüte nach Kundenwunsch an oder bessert alte Lieblingsstücke auf und verleiht diesen neuen Glanz.
«Das erste Jahr ist nun überstanden und ich möchte mich bei meinen Kundinnen und Kunden bedanken», erklärt Sandra Fluck. Wer bei einem Glas Sekt auf den Erfolg anstossen und gleichzeitig die neue Frühlingskollektion entdecken möchte, ist am Samstag, 12. April, ab 19 Uhr herzlich eingeladen. Gefeiert wird dann allerdings literarisch: Der Hutladen wird zu einer kleinen Lesebühne umfunktioniert.

Maler Simon Czapla ist Preisträger des Förderpreises der Stadt Konstanz 2011. (Bild: zvg)

Maler Simon Czapla ist Preisträger des Förderpreises der Stadt Konstanz 2011. (Bild: zvg)

Ein Krimi am Bodensee
Jean Oumard und Thomas Schlichte lesen aus ihrem jüngst erschienenen Kriminalroman «Burgund – Krawattes Fälle». Darin bringen die beiden Friedrichshafener Autoren einen Todesfall und Börsenmanipulationen zusammen. In einer spannenden Story beleuchten sie das Treiben am See mitunter auch von seiner lustigen oder kritischen Seite. Schauplatz der Handlung sind die Städte Konstanz, Basel, Zürich – und Friedrichshafen.

 

Barock und Kitsch
Weiter geht es ab Samstag, 19. April, mit Gegenwartskunst: Simon Czapla präsentiert einige seiner Werke im Hutladen. Die Ausstellung wird bis 26. April zu sehen sein.
In seinen Bildern verbindet der Konstanzer Maler erfolgreich klassische Genres mit Camp. So inszeniert er vor dem Hintergrund repräsentativer Portraits oder der Landschaftsmalerei des 18. Jahrhunderts detailreich Tiere, Fabelwesen oder sich selbst im pompösen Gewand. Gerne stehen ihm dabei auch Menschen aus dem Bekanntenkreis Modell, so etwa im Bild «Die Hutmacherin». Drei Mal dürfen Sie raten, wer darauf wohl zu sehen ist.

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