/// Rubrik: Topaktuell

Entscheidung in Tägerwilen

Tägerwilen – Am 10. Mai ist Gemeindeversammlung in Tägerwilen. Unter anderem wird die Gemeinde über ihre Beteiligung an der Kreuzlinger Schwimmhalle in Höhe von einer halben Million Franken entscheiden.

Gemeindeammann Markus Thalmann ist für eine Beteiligung an der Kreuzlinger Schwimmhalle. (Bild: sb)

Gemeindeammann Markus Thalmann ist für eine Beteiligung an der Kreuzlinger Schwimmhalle. (Bild: sb)

«Jetzt ist es an der Zeit, dass der Souverän Farbe bekennt», so lautet die Einstellung von Gemeindeammann Markus Thalmann zur Tägerwiler Beteiligung am Kreuzlinger Schwimm- und Freizeitbad. Die Entscheidung in Tägerwilen wird Signalwirkung auch an alle anderen umliegenden Gemeinden haben. Einmalig 500000 Franken für den Bau und eine Beteiligung an den Betriebskosten von 50000 Franken jährlich – vorerst für zehn Jahre – sollen im Zustupf enthalten sein. Der Gemeinderat habe schon früh positive Signale ausgesendet, so Thalmann. «Wir wollen ein Zeichen setzen.» Finanziell ist es für die Gemeinde auf jeden Fall tragbar, machte Thalmann klar: Man bewege sich damit «am unteren Rand unserer jährlichen Ausgaben».

Rechnung schliesst mit Plus
Die Rechnung 2013 schliesst um rund 615000 Franken besser ab als budgetiert. Dies ist zum Teil auf höhere Steuererträge zurückzuführen, berichtete Gemeinderat Jörg Sinniger. Über 500000 Franken mehr als geplant wurden dadurch eingenommen. Ein zweiter Grund sind niedrigere Ausgaben im Sozialbereich. Hier fielen rund 190000 Franken weniger an als vorherberechnet. «Wir profitieren finanziell eindeutig vom Wachstum», so Sinniger. In anderen Bereichen, beispielsweise bei der ARA oder der Elektrizitätsversorgung, sorge die steigende Bevölkerungszahl dafür für Mehrkosten. Nicht finanzielle negative Begleiterscheinungen seien unter anderem das höhere Verkehrsaufkommen oder die fortschreitende Anonymisierung im Dorf, liess der Finanzchef wissen.

Gemeindeammann Thalmann erläuterte die weiteren Tagespunkte. Im Staudenhof muss eine Trafostation gebaut werden, Erneuerungen und Erweiterungen am Netz kommen hinzu. Dafür werden 525000 Franken benötigt. Es kann aber mit einer Rückerstattung von der Swissgrid AG in Höhe von 200000 Franken gerechnet werden. Für die Sanierung der 50 Jahre alten Trafostation Schulhaus werden 580000 Franken beantragt. Dies geschieht auf Order des Eidgenössischen Strominspektorats. «Wir haben die Lebensdauer der Anlagen gut ausgenutzt, was sich in den günstigen Strompreisen niedergeschlagen hat», kommentierte Gemeinderat Willi Sauter.

Baurecht für Biogasanlage
Dann geht es noch um den langjährigen Plan, westlich der Kompostieranlage eine Biogasanlage zu erstellen. Dieser soll jetzt durch eine Gesellschaft umgesetzt werden, in der unter anderem Tägerwilen, Kreuzlingen oder die EKT-Gruppe neben weiteren Partnern vertreten ist. Ihr soll die grundsätzliche Zustimmung für ein Baurecht auf Parzelle Nr. 330, für insgesamt 3100 Quadratmeter, ausgesprochen werden – ohne sie mache die detaillierte Ausarbeitung eines Projektes keinen Sinn.
Die Wahlempfehlungen der Parteien werden in den kommenden Wochen  in der Tägerwiler Post veröffentlicht.

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