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DIE CUBABOARISCHEN

Konstanz – Mit den Cubaboarischen kommt ein Stück Karibik nach Konstanz. Hier gehen Alpenländische Tradition und südamerikanische Kultur eine ungewöhnliche Liaison ein.

Ein gewagter Mix zwischen Bayern und Kuba. (Bild: zvg)

Ein gewagter Mix zwischen Bayern und Kuba. (Bild: zvg)

Seit über zehn Jahren sind sie fester Bestandteil der Kulturszene zwischen Alpen und Main. Im Theater Konstanz laden die lebensfrohen Musiker zu einen zünftigen bayerischen-kubanischen «Hoagascht».

Die Cuba Boarischen verstehen sich als oberbayrische Dorfmusikanten, die sich vom Cuba-Rhythmus haben infizieren lassen. Geht denn so eine musikalische Vermählung von Zwiefachem und Cha Cha? Die Cuba Boarischen geben darauf eine klare Antwort: Es geht mit Bravour! Hier lassen flotte kubanische Tänzerinnen ihre Hüften schwingen und tänzeln direkt in die Arme von urigen Goasslschnoizern. Hier entlocken ehemalige Dorfmusikanten aus dem Mangfalltal ihrem bayerisch-lateinamerikanischen Instrumentendschungel einen so mitreissenden wie heimelig-gemütlichen cubaboarischen Sound. Da fliegt der Panamahut neben dem Samt-Gilet über die Bühne! Bei den Cuba Boarischen verschmilzt ein Zillertaler Hochzeitsmarsch mal schnell mit dem Salsa eines noch unbekannten kubanischen Komponisten. Man sieht sozusagen die Tiroler Hochzeitsgesellschaft durch Havanna spazieren. Wenn die Musiker zum Salsa-Rhythmus jodeln oder einen Bolero auf Blasinstrumenten spielen, klingt das so, als sei alles kein Hexenwerk. Unmerklich swingt auch der inzwischen vielleicht bekannteste Chan Chan des Buena Vista Social Club in einen holledauer-niederbayerisch-oberpfälzerischen Suserl-Zwiefachen.

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