/// Rubrik: Topaktuell

Altnauer Gemeindehaus teurer als erwartet

Altnau – Mit dem Tag der offenen Tür vom 30. November 2013 durften Gemeindeverwaltung, Gemeinderat und Baukommission der Bevölkerung von Altnau das sanierte Gemeindehaus präsentieren. Jetzt liegt die Schlussabrechnung vor.

Blick vom neuen Zugang Nord ins imposante Treppenhaus. (Bild: zvg)

Blick vom neuen Zugang Nord ins imposante Treppenhaus. (Bild: zvg)

Mit der Genehmigung der Schlussabrechnung ist die Arbeit der Baukommission nun beendet. Der Gemeinderat hat die Baukommission entlastet, die Rechnungsprüfungskommission hat sich von der Ordnungsmässigkeit der Abrechnung überzeugt und die Entscheide auf deren Rechtmässigkeit geprüft. Die Bauabrechnung wird der Bevölkerung mit dem Rechnungsabschluss 2013 unterbreitet.

Mehr als budgetiert
Die Baukosten netto abgerechnet für die Gemeindehaussanierung und die Erstellung des Unterstandes belaufen sich auf 1,74 Millionen Franken. Budgetiert waren 1,4 Millionen. Die Mehrkosten von fast 25 Prozent lassen sich gemäss Gemeindeammann Beat Pretali in drei Kostengruppen unterteilen. 1. Zusätzliche, gesetzliche Auflagen von Denkmalpflege und Energiegesetz, 2. unvorhergesehene Aufwendungen im Zusammenhang mit der vorhandenen Bausubstanz und 3. Mehrleistungen und Nachträge deren Umsetzung im Zusammenhang mit der Sanierung einfach Sinn machte, weil sie den Gesamteindruck positiv beeinflussten und im Zuge der Sanierung wirtschaftlicher ausgeführt werden konnten. Die gesamten Mehrkosten sind erheblich. Das Resultat ist jedoch ein baulich und energetisch umfassend saniertes Gemeindehaus.

Am 18. Mai 2011 beantragte der Gemeinderat einen Kredit für die Gemeindehaussanierung. Konkret ging es um einen neuen Anbau mit Lift und sanitären Anlagen sowie eine Innensanierung des bestehenden Gebäudeteils bei unveränderter Gebäudehülle. Bei den bereits renovierten Räumen sollte lediglich eine «Pinselsanierung» erfolgen.

Auf Grund von Abklärungen mit der Kantonalen Energiefachstelle war man damals der Auffassung, dass alle vom Umbau betroffenen Teile der Gebäudehülle so gut wie möglich gedämmt werden, aber alle vom Umbau nicht betroffenen Gebäudeteile so belassen werden können. Es war deshalb geplant, den neuen Anbau im Minergie-Neubau-Standard zu erstellen und die Gebäudehülle des bestehenden Teils so zu belassen wie sie ist.

Klage eingereicht
Gegen diese Betrachtungsweise hat ein Bürger eine Anzeige eingereicht und verlangte Klarheit zur Auslegung der gesetzlich verankerten Vorbildfunktion der Gemeinde. Auf Grund der Überlegungen des DBU (Departement für Bau und Umwelt) kam die Baukommission zum Schluss, den Weg über den Minergie-Standard einzuschlagen um weitere Verzögerungen durch rechtliche Abklärungen zu vermeiden.

Das ehrwürdige Sekundarschulhaus hielt für alle Beteiligten einige Überraschungen bereit. Die Baukommission musste wesentliche Entscheide mit grosser Tragweite und finanziellen Folgen treffen. Dies alles bei laufendem Betrieb der Gemeindeverwaltung. Aus Gründen der Entscheidungskompetenz mussten auch Anträge an den Gemeinderat gestellt werden.
Seit mehreren Monaten arbeitet die Gemeindeverwaltung nun in den neugestalteten Räumen.

Die Umgebung ist gestaltet und mit den Neubauten und dem sanierten Rosenhof ist das Gebiet kaum wieder zu erkennen. Mit der Schlussrechnung wird über das gelungene Sanierungsprojekt Rechenschaft abgelegt. Sollten sie das Ergebnis noch nicht gesehen haben, zögern sie nicht vorbei zu kommen. Sie werden vom Resultat ebenso begeistert sein wie alle Mitarbeitenden, die Baukommission, der Gemeinderat und die vielen Besucherinnen und Besucher am Tag der offenen Tür.

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