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Gemeinde Güttingen schafft drei Defibrillatoren an

Güttingen – Rund 8000 Schweizer sterben jährlich am plötzlichen Herztod. In 85 Prozent der Fälle wird der Herzstillstand durch Kammerflimmern verursacht. Hier hilft nur die Abgabe eines starken Stromstossens mittels eines Defibrillators, der das Herz wieder in seinen normalen Rhythmus zurückbringt. Da die meisten Herznotfälle jedoch ausserhalb des Spitals stattfinden, kann die Verfügbarkeit eines Defibrillators im öffentlichen Raum Leben retten. Die Gemeinde Güttingen hat darum drei solche medizintechnische Geräte angeschafft.

Steht das Herz plötzlich still, kommt es auf jede Minute an. Wird nach einem Herzstillstand nicht sofort Hilfe geleistet, nimmt die Überlebenschance mit jeder verstrichenen Minute um zehn Prozent ab. Dabei sind die ersten zehn Minuten kritisch. Da die Rettungsdienste in der Regel erst nach diesem Zeitraum eintreffen, ist das richtige Reagieren, Reanimieren und Defibrillieren durch anwesende Laien oft entscheidend.

Drei Standorte in Güttingen
Aus diesem Grund haben der Gemeinderat und die Schulbehörde Güttingen in Zusammenarbeit beschlossen, insgesamt drei Defibrillatoren anzuschaffen. Die Gemeinde kaufte zwei Geräte und die Schule ein Gerät. Diese sind nun an folgenden Standorten angebracht: Gemeindehaus, Mehrzweckanlage Rotewis und Hafen Zollershus. Die Defibrillatoren sind öffentlich zugänglich und ab dem 16. Mai 2014 einsatzbereit.

Schulung
An einer Weiterbildung werden Vertreter von Vereinen, interessierte Vereinsmitglieder, Schulbehörde, Lehrpersonen, Gemeindepersonal sowie der Hafenmeister geschult. Die Schulungen finden demnächst statt.

Die Defibrillatoren, die man von der Firma Procamed AG bezogen hat, sind automatisiert. Sie können also von jedermann bedient werden. Medizinische Vorkenntnisse sind dazu nicht nötig.

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