/// Rubrik: Leserbriefe

Kaffeesatzlesen

Ermatingen – Weil den Gegnern des Gripen langsam die Geschichten ausgehen, schicken sie willige Medienschaffende auf die Pirsch nach angeblichen, konstruierten und möglichen Widersprüchen. (Urs Giezendanner, Ermatingen)

Abstimmungs-Button_InternetSo wie Redaktorin Scheurer das kürzlich im Tagesanzeiger gemacht hat. Diesmal ging es um die möglichen Folgen eines Nein am 19. Mai. Ihr corpus delicti war die Aussage von Frau Nationalrätin Eichenberger im Fernsehen, Sie könnte sich vorstellen, dass dann auch andere Flugzeugtypen zum Mieten oder Leasen wieder infrage kämen und der Bundesrat dann die Angebote überprüfen müsste.

Aus der Idee wurde umgehend ein Plan B. So schnell geht das. Ein Plan B müsste allerdings bei einem Nein zum Gripen aus der Schublade gezogen und umgesetzt werden können. Davon sind Frau Eichenbergers Vorstellungen noch zu wenig ausgereift. Hingegen ist es offensichtlich, was der Plan B von Nationalrätin Gallade und der SP ist: Nach dem Abbau der Luftwaffe werden Vorstösse gemacht, um auch die Bodentruppen zu stoppen und die Modernisierung ihrer Ausrüstung zu stoppen.

Damit kommt die SP der Abschaffung der Armee, die im Parteiprogramm verankert ist, wieder etwas näher. Und der Plan B der Grünliberalen: Sie wollen über die Weiterentwicklung der Armee diskutieren. Denn sie wissen, so lange man diskutiert, passiert nichts und man muss sicherheitspolitisch auch künftig keine Farbe bekennen. Deshalb aus Überzeugung Ja zum Gripen.

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One thought on “Kaffeesatzlesen

  1. Bruno Neidhart

    Es geht nicht um A oder B, sondern ganz simpel um das: Sollen die Apparate gekauft werden – oder sollen sie nicht gekauft werden? Für ideologische Fantasien besteht kein Bedarf.

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