/// Rubrik: Stadtleben

Für ein Miteinander im Verkehr

An einer Informationsveranstaltung auf dem Bärenplatz konnten Velo- und Busfahrer für einmal die Rollen tauschen. Der Anlass war eher schlecht als recht besucht.

Monika Bäriswyl, Gemeinderätin der Freien Liste, im 12-Meter-Bus. (Bild: sb)

Monika Bäriswyl, Gemeinderätin der Freien Liste, im 12-Meter-Bus. (Bild: sb)

Sich für einmal hinter das Lenkrad eines Stadtbusses zu klemmen und mit dem 12-Meter-Gefährt über den Bärenplatz zu rollen ist wohl ein Angebot, das nicht so schnell wiederkommt. Wer es am Samstag am von der Stadt Kreuzlingen gemeinsam mit Pro Velo Thurgau und Eurobus Ostschweiz veranstalteten Anlass versuchte, konnte auf jeden Fall neue Perspektiven gewinnen – und, falls nicht schon vorhanden, ein Gefühl dafür entwickeln, welch verantwortungsvolle Aufgabe die 15 Buschauffeure der Stadtwerke jeden Tag im Dienste der Allgemeinheit erledigen.

Auch die Buschauffeure ihrerseits übten den Rollenwechsel und machten unter Anleitung von Pro Velo-Präsidentin Vera Zahner und ihrem Partner Eddie Kessler eine knapp 60 Minuten dauernde Velotour durch die Stadt. Ergänzt wurde die Lektion durch einen ebenfalls fast einstündigen Vortrag zur Sicherheit beim Strampeln auf zwei Rädern.

Busfahrer traten in die Pedale. (Bild: sb)

Busfahrer traten in die Pedale. (Bild: sb)

Mit Eddie Kessler scheint Kreuzlingen jetzt doch noch einen dazumal von SP-Gemeinderat Markus Brüllmann geforderten «Velo-Anwalt» bekommen zu haben, auch wenn dieser in Frauenfeld wohnt. Dort habe er Veranstaltungen dieser Art schon erfolgreich durchgeführt, berichtete der Fahrrad-Funktionär. Danach habe sich die Anzahl der Beschwerden von Velofahrern gegenüber Buschauffeuren merklich gesenkt.

So kann der Anlass denn als gelungener Beitrag zu einem besseren Miteinander im Verkehr und für mehr gegenseitigen Respekt auf der Strasse gewertet werden. Sehr zu seiner Zufriedenheit sei die Idee dazu, diesen durchzuführen, bei der Stadt Kreuzlingen auf fruchtbaren Boden gefallen, berichtet Kessler.

Auch wenn also eher wenige den Weg zum Bärenplatz fanden: Wer da war, konnte mehr als nur einen kostenlosen Happen zu Essen mit nach Hause nehmen.

Share Button

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.