/// Rubrik: Stadtleben

Parkhaus am Hafen

Kreuzlingen – Anstatt auf dem Kiesplatz beim Kursschifffahrtshafen sollen Autos künftig in einem Parkhaus an der Seestrasse parkieren: Der Kreuzlinger Stadtrat sucht aus diesem Grund einen Baurechtsnehmer, der das Parkhaus auf eigenes Risiko baut und betreibt.

Auf dem Kiesplatz soll ein Parkhaus entstehen. (Bild: ek)

Der Kiesplatz soll erhalten bleiben. (Bild: ek)

Die Parkplatzsituation im Gebiet Klein Venedig hat sich in den vergangenen drei Jahren durch den Einkaufstourismus massiv verschärft. Mit einem Parkhaus an der Seestrasse will der Stadtrat die unbefriedigende Situation verbessern und die bestehende offene Parkierungsfläche einer sinnvolleren, noch zu bestimmenden Nutzung zuführen.

Mindestens 250 Parkplätze
Mit der Absicht, genügend Landreserven für den Bau eines Parkhauses zur Verfügung stellen zu können, erwarb die Stadt Kreuzlingen bereits im Juli 2012 die Parzelle Nr. 226 von der Stadt Konstanz. Im vom Stadtrat genehmigten Entwurf des Baurechtvertrages wurden die stadteigenen Parzellen Nrn. 226 und 1158 zu einer Parzelle (Nr. 1158) von insgesamt 2634 Quadratmetern zusammen geführt.

Das voll erschlossene Grundstück liegt in der Industrie- und Gewerbezone 2 und wird von der Stadt Kreuzlingen ausschliesslich im Baurecht und mit der Auflage abgegeben, auf eigene Kosten ein öffentlich zugängliches Parkhaus mit mindestens 250 Plätzen zu erstellen und zu betreiben. Grundlagen für einen Vergabeentscheid sind die Qualität des Projektes an dieser prominenten Lage und der Abschluss eines Baurechtsvertrages. Über die Vergabe entscheidet der Stadtrat, bzw. der Gemeinderat der Stadt Kreuzlingen.

Interessenten können die Informationsunterlagen anfordern bei der Stadtkanzlei Kreuzlingen, Hauptstrasse 62, 8280 Kreuzlingen, Telefon 071 677 62 10, E-Mail: thomas.niederberger@kreuzlingen.ch. Die Bewerbungsfrist läuft bis 31. Juli 2014.

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One thought on “Parkhaus am Hafen

  1. Bruno Neidhart

    Nach heutigem Massstab ist diese eingeengte „Industrie- und Gewerbezone 2“ so fragwürdig, wie sie es bereits bei ihrer Installation war. Wenn nun noch ein „Parkhaus“ die Szenerie abschliessen sollte, umso mehr. Dabei ist es richtig, dass das Gelände des unseligen Hafen-Kiesplatzes einer anderen Funktion zugeführt wird, entsprechend die dort parkenden Fahrzeuge an eine andere Örtlichkeit verbannt werden. Nur meine ich, dass gleichzeitig folgende Überlegungen anzustellen sind: 1. Ist es in die Zukunft hinein gesehen noch richtig, in dieser seenahen Örtlichkeit eine „Industrie- und Gewerbezone“ aufrecht zu erhalten? 2. Besteht die Möglichkeit, diese Zone zu verlegen? 3. Soll heute noch ein Parkhaus gebaut werden, ohne dass dieses mit einer angelehnten Infrastruktur unmittelbar verbunden ist, damit wirtschaftliche Synergien entstehen können? 4. Ist allfällig der angesprochene Hafen-Kiesplatz überhaupt neu zu gestalten, ohne dass das gesamte Klein Venedig Areal mal ganz konkret in seiner Gesamtheit in die Zukunft hinein projektiert und veröffentlicht wird? 5. Wohin „verschwinden“ bei den unter Punkt 4 aufgeworfen Fragen die auf Klein Venedig vorhandenen Sportanlagen, sollten diese hier nicht mehr mit dem Gesamtkonzept in Einklang zu bringen sein? 6. Wie weit berührt eine Gesamtplanung Klein Venedig auf Kreuzlinger Seite Konstanzer Belange? Ist in Ansätzen eine gemeinsame Planung bereits vorhanden, auf die real aufzubauen wäre? 7. Wieweit könnten die Entwürfe/Visionen, die neulich europäische Architekten zu dieser Örtlichkeit in einem Wettbewerb beisteuerten, zur Planung beigezogen werden?

    Die „Chance Klein Venedig“ ist für Kreuzlingen gross, ja einmalig. Sie kann zu einem veritablen urbanen Gegengewicht zu den grossen grünen Parkanlagen im Osten des Schafffahrtshafens gestaltet werden, gleichzeitig auch ein Gegengewicht zu den Aktivitäten auf Konstanzer Seite in einem synergetischen Zusammenhang erkennbar sein. Das Zukunftskonzept hat entsprechend alles zu umfassen, was sich zwischen Bahnlinie und Seeuferkante in den nächsten 10-20 Jahren abspielen könnte. Was nicht sein darf, ist ein planerisches Verzetteln – genauer: ein „Mal-da, Mal-dort“. Hat die Stadt die planerische Kraft dazu? Den Mut? Es ist zu wünschen.

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