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Tafeln wie zu Sigismunds Zeiten

Tägerwilen – Anlässlich des Konziljubliäums haben Kreuzlingen, Konstanz und Tägerwilen zusammen einen grenzübergreifenden Esstisch im geschichtsträchtigen Tägermoos organisiert.

Für Speis und Trank sorgten die Gäste selbst. (Bild: ek)

Für Speis und Trank sorgten die Gäste selbst. (Bild: ek)

Über 1000 Anmeldungen gingen ein für das Begegnungsfest, und so wurde am lauen Frühlingsabend ausgiebig geschlemmt, geteilt und geplaudert.  Uli Burchardt, Oberbürgermeister von Konstanz, lobte das wunderbare Bild, welches die Menschenmenge ihm bot und versuchte sich in  Geschichte: «Man spekuliert darüber, dass die Pizza anlässlich des Konstanzer Konzils zum ersten Mal über die Alpen gekommen ist.»

Markus Thalmann, Gemeindeammann von Tägerwilen, strich die historische Bedeutung des Tägermoos hervor. Aufgrund eines Staatsvertrags gehört das Gebiet rechtlich gesehen zu Tägerwilen. Konstanz übt jedoch gewisse Verwaltungsaufgaben aus, wodurch die Vermessung und das Grundbuch in deutscher Hand sind. Als das Konzil 1414 in Konstanz stattfand, lebten nur um die 6000 Menschen in der Stadt. Aufgrund der Papstwahl reisten jedoch an die 10’000 Menschen an. Diese lebten und wirkten zum Teil auch im Tägermoss. Auf die Frage, ob nächstes Jahr wieder eine Tafel stattfindet, antwortete Thalmann schmunzelnd: «Nicht in den nächsten 600 Jahren.» 

Andreas Netzle, Stadtammann von Kreuzlingen, eröffnete die Tafel offiziell, wünschte allen einen abwechslungsreichen Abend und stellte das bunte Rahmenprogramm vor. Dieses bestand aus Fahnenschwingern aus Konstanz und Tambouren aus Kreuzlingen. Laienschauspieler stellten die mittelalterliche Kulisse her und Musiker sorgten für den klanglichen Rahmen. Auch Gaukler, Jongleure und Feuerschlucker waren zugegend und unterhielten die speisenden Gäste.

Mehr Bilder gibt es in unserer Bildergalerie.

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