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Neue Gesichter im Konstanzer Rat

Konstanz – Wer sich durch die Kommunalwahlen in Konstanz eine Veränderung der politischen Landschaft erhofft hatte, wurde enttäuscht.

Im Gemeinderat gibt es nach dem Sonntag kaum Veränderungen. Abgesehen davon, dass das Junge Forum aus dem Stand heraus mit 6,9 Prozent der Stimmen drei Sitze und damit Fraktionsstatus erlangt hatte. Diese Gruppierung könnte bei künftiger Blockbildung zwischen links und rechts (jeweils 19 Stimmen) das Zünglein an der Waage spielen.

Die Ergebnisse wurden im Ratssaal präsentiert. (Bild: ek)

Die Ergebnisse wurden im Ratssaal präsentiert. (Bild: ek)

Mit 47,5 Prozent war die Wahlbeteiligung zwar etwas höher als 2009, dennoch ging nicht einmal jeder zweite Konstanzer Wahlberechtigte an die Urne. Insgesamt machten nur 31142 Bürgerinnen und Bürger von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Sie erklärten diesmal die personell neu aufgestellte CDU zur stimmenmässig stärksten Fraktion, mit 25,1 Prozent und künftig zehn Sitzen.

Eine grosse Überraschung war das Abschneiden des langjährigen CDU-Fraktionssprechers und -Stadtverbandsvorsitzenden Alexander Fecker. Nach 30 Jahren im Gemeinderat wurde der 74-Jährige nicht wiedergewählt. Ebenfalls zehn Sitze hält weiterhin die Freie Grüne Liste (FGL) mit 23,6 Prozent der Stimmen. Sie war 2009 noch stärkste Fraktion.

FDP trotzt dem Bundestrend
Auf dem dritten Platz folgt die SPD-Fraktion mit 18,2 Prozent (wie bisher sieben Sitze). Statt dem Ehepaar Brigitte und Jürgen Leipold, die altershalber nicht mehr antraten, nehmen hier künftig die ehemalige SPD-Landtagskandidatin Zahide Sarikas als Stimmenkönigin (14431) ihrer Partei und der ehemalige Stadtbaumeister Johannes Kumm im altehrwürdigen Ratsaal Platz. Die Freien Wähler Konstanz (FWK) erreichten 13,3 Prozent der Stimmen und sind künftig mit fünf Mitgliedern (einer weniger) im Konstanzer Gemeinderat vertreten. Die FDP geriet dank beliebter Lokal-Kandidaten nicht in den bundesweiten Sog und konnte immerhin 6,9 Prozent der Stimmen verbuchen. Mit jetzt drei Räten büsste sie im Vergleich zu 2009 allerdings einen Sitz ein.

Das Ziel vor Augen, endlich einmal Fraktionsstatus zu erreichen und damit auch Stimmrecht in Aussschüssen zu haben, trat die Linke Liste zur Wahl an. Ihr Stimmenanteil von 6,1 Prozent verhalf ihr aber wie bisher nur zu zwei Vertretern im Gemeinderat, der aus insgesamt 40 Mitgliedern und dem Oberbürgermeister als Vorsitzendem besteht. Die Neue Linie Konstanz und die Liste Frank und Freie traten nicht zur Wahl an und spielen damit im Konstanzer Stadtparlament keine Rolle mehr.

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