/// Rubrik: Leserbriefe

Der Text ist klar, die Botschaft nicht

Leserbrief – Ich finde den Beitrag «Klartext» in der letzten Ausgabe der Kreuzlinger Zeitung eine gute Idee und durchaus fortsetzungswert. Es hat mir auch gefallen, dass die Fraktionsvertreter offen und frei von der Leber weg kommuniziert haben, ohne die Parteiideale in den Vordergrund zu stellen und sich gegenseitig anzugreifen. (Roger Cotting, Kreuzlingen)

(Bild: pixelio)

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Inhaltlich könnte eine solche Gesprächsrunde aber mehr hergeben, denn es wäre für die Leser interessanter, wenn dabei Ansichten, Vorstellungen und Ideen zur künftigen politischen Entwicklung diskutiert worden wären. Wenn das Resultat eines beinahe ganzseitigen Artikels lautet: Die Zusammenarbeit mit dem Stadtrat war schon besser, aber auch schon schlechter, er sollte aktiver sein und besser Informieren, dann bringt das wenig Konstruktives. Zudem ist die Presse der falsche Ort für solche Feststellungen. Ich war sowohl im Gemeinde- wie auch im Stadtrat und möchte in Erinnerung rufen, dass der Gemeinderat die gesetzgebende Behörde ist und den Stadtrat in seinem Handeln beeinflussen kann, an den Gemeinderatssitzungen, mit Anfragen, Interpellationen und Motionen. Wenn die Unzufriedenheit quer durch die Parteien wirklich so gross ist, wie es im «Klartext» den Anschein macht, dann sollten die Fraktions- und Parteipräsidenten zusammensitzen und sich überlegen, wie sie das ändern können. Denn es ist allgemein bekannt: Klagen allein bringt nichts.

Zum Schluss noch ein Vorschlag für die Fortsetzung der Reihe «Klartext». Es wäre richtig, wenn auch der Stadtrat darin eingebunden würde, denn Klartext muss man miteinander reden und nicht nur aus einer Sicht, denn am Ende müssen auch die politischen Entscheide gemeinsam gefällt werden.

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