/// Rubrik: Topaktuell

Der Bus 907 fährt weiterhin

Kreuzlingen – Ein klares Ja gab’s gestern für den Bus 907 nach Tägerwilen. Mit 165'000 Franken pro Jahr subventioniert Kreuzlingen die unrentable Buslinie – zumindest für die nächsten vier Jahre.

Der höchste Kreuzlinger, Rolf Rindlisbacher von der SVP, erhält ein Geschenk vom scheidenden Gemeinderatspräsidenten Alfredo Sanfilippo (CVP). (Bild: sb)

Der höchste Kreuzlinger, Rolf Rindlisbacher von der SVP, erhält ein Geschenk vom scheidenden Gemeinderatspräsidenten Alfredo Sanfilippo (CVP). (Bild: sb)

Die einzige Botschaft des Abends enthielt wenig Zündstoff: Kreuzlingen soll jährlich 165’000 Franken für den 907er zahlen, Tägerwilen 70’000, 235’000 zahlt der Kanton. Geld, das eine «miserable Kostendeckung» (Thomas Leuch, FDP/EVP) ausgleichen muss, für einen regionalen Bus, der aber mit 175’000 Fahrgästen im 2013 ein wichtiges Angebot für die Bevölkerung darstellt. So gab es denn auch von SP, SVP und der Freien Liste/Rägäbogä ein einstimmiges Ja zur Vorlage.

Leise Kritik gab’s aus der Mitte: Die Fraktionen FDP/EVP und CVP bemängelten, dass der Anteil aus Tägerwilen nicht höher ausgefallen war. Schliesslich werden die Buskosten nach Kilometerleistung abgerechnet, und auf Tägerwiler Boden legt die Linie 907 mehr Wegstrecke zurück.

Am klaren Ja zur Defizitübernahme änderte das nichts: 35 Ja- bei drei Nein-Stimmen sind ein deutliches Zeichen.

Rindlisbacher neuer Präsident
Wahlen standen auch noch auf dem Programm: Neuer Gemeinderatspräsident ist Rolf Rindlisbacher (SVP). Er wurde mit 27 Stimmen gewählt. In seiner Antrittsrede verglich der begeisterte Tennisspieler und Dirigent die Gemeinderatssitzungen mit einer Orchesterprobe. Dort erklinge am Schluss meistens eine schöne Melodie, im Stadtparlament werden dafür gemeinsam Entscheidungen für Kreuzlingen gefällt.

Der neue Vize heisst Thomas Leuch (EVP). Er erhielt das Glanzresultat von 35 Stimmen.

Wenig neue Information gab’s im Anschluss zur Schwimmhalle. Ein Info-Pavillon soll auf dem Bärenplatz erstellt werden, teilte Stadtammann Andreas Netzle mit. Dieser soll der Bevölkerung dienen und könne später in gleicher Weise für das Projekt Stadthaus benutzt werden. Die versprochene schriftliche Information zu den neuesten Zahlen entfiel jedoch.

Nachtrag 13. Juni, 12.19 Uhr: Mittlerweile wurden auch die Medien mit den neuesten Zahlen bedient.

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