/// Rubrik: Stadtleben

Mit Besuchstag einen Einblick gegeben

Kreuzlingen – Campuskonzert und Besuchstag an der Pädagogischen Maturitätschule PMS in Kreuzlingen zum Abschluss des Schuljahrs.

Am Samstag standen die Schulzimmer der Pädagogischen Maturitätsschule in Kreuzlingen für Besucher offen. Interessierte hatten die Möglichkeit den Unterrichtslektionen beizuwohnen. In den langen Gängen des ehemaligen Klosters lagen die Matura-Arbeiten zur Einsicht auf. Einzelpräsentationen, Kammermusik und Tanzshows rundeten das Programm ab.

Das Campuskonzert war der Höhepunkt des Tages. (Bild: zvg)

Das Campuskonzert war der Höhepunkt des Tages. (Bild: zvg)

«Unsere Schule hat ein musisches Profil, unsere Studienabgänger werden an den Primarschulen in elf verschiedenen Fächern unterrichten – dazu gehören heute auch Fächer wie textiles Werken und Fremdsprachen», erklärte Rektor Lorenz Zubler, dessen Büro ebenfalls weit offen stand, die Themenvielfalt.

Musikalischer Höhepunkt
Höhepunkt des Besuchstags war auch dieses Jahr das anschliessende Campuskonzert im Sport- und Kulturzentrum Dreispitz. Die Chöre, rund 150 Absolventinnen und Absolventen der PMS, der PHTG und der KSK, standen gemeinsam und abwechselnd auf der Bühne oder mitten im Publikum und präsentierten auf musikalisch hochstehendem Niveau Musikliteratur von Schubert bis zum amerikanischen Spiritual. Die Orchester der PMS und PHTG begeisterten ebenso mit einem abwechslungsreichen Programm. Insbesondere mit «Pirates oft he Caribbean» ernteten die rund 50 Musikantinnen und Musikanten anhaltenden Applaus.

470 Schülerinnen und Schüler sind zurzeit an der PMS eingeschrieben, diesen Sommer werden 125 ihr Studium abschliessen. Von den 125 wurden 6 Matura-Arbeiten mit der Maximalnote 6 bewertet. Aus diesen Arbeiten hat eine Jury vier für den mit 500 Franken dotierten Preis der Stiftung Jugendförderung Thurgau ausgewählt. Im Rahmen des Campuskonzerts stellten die Jurymitglieder Esther Müller-Burgherr und Alexander Leumann die erfolgreichen Maturanden und ihre teils sehr berührenden Arbeiten vor.

Die preisgekrönten Arbeiten
Chantal Aggeler sei eine Frau der Tat, sie hat sich mit der Thematik «Arm und Reich» auseinandergesetzt und im praktischen Teil ihrer Arbeit eine Benefizgala für rund 500 Personen organisiert und konnte schlussendlich anstelle der angestrebten 10 000 Franken einen Erlös über 35 000 Franken einem Hilfsprojekt für Burundi übergeben.

Ann-Kathrin Bauer kam als Kind in die Schweiz und hat sich aufgrund ihrer eigenen Geschichte mit der Einwanderung der Deutschen in zwei Zeitfenstern auseinander gesetzt: Von 1830 bis 1852 und von 1990 bis heute. Entstanden sei eine nahezu wissenschaftliche Arbeit in der komplexe Zusammenhänge gut erklärt wurden.

Léa Baumgärtner hat sich mit dem Schicksal ihres Urgrossvaters befasst. Er verlor sein Leben als Deutscher Soldat im zweiten Weltkrieg. Léa Baumgärtner habe es verstanden, anhand von Briefen aus dem Familienarchiv ein Einzelschicksal in den Kontex der Welt-Geschichte zu setzen, die Arbeit mache betroffen und nachdenklich.

Nadine Kügerl und Elias Fuchs haben im Rahmen ihrer Matura-Arbeit eine Turnshow auf die Beine gestellt. Eine, der Arbeit beigelegte DVD, zeige eine spektakuläre Show auf hohem turnerischen und tänzerischem Niveau, die beiden Maturanden hätten im theoretischen Teil sehr gut zum Ausdruck gebracht, was an Organisation und Training dahinter stecke.

Matthias Hotz, Präsident der von Emil Halter in Frauenfeld gegründeten Stiftung, gratulierte und überreichte den erfolgreichen Maturanden ein Couvert. «Wir unterstützen mit privaten Mitteln einzigartige Projekte von jungen Menschen im Thurgau.» Dazu gehören die besten Matura-Arbeiten aller Maturitäts- und Berufsschulen im Thurgau

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