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Radsport-Elite hatte es eilig

Radsport – Für ein paar Minuten war die Region am Dienstag mal wieder im Radsportfieber, als die vierte Etappe der Tour de Suisse durchrollte.

Kaum waren sie da, schon waren sie wieder weg. Am Dienstag waren die Profis der Tour de Suisse für ein paar Minuten in der Region Kreuzlingen unterwegs. Vom Appenzellerischen Heiden fuhr der Tross aus 170 Fahrern um 13.02 Uhr los und erreichte über Romanshorn und Arbon durch die Seegemeinden Güttingen, Altnau, Münsterlingen und Bottighofen um kurz nach 14 Uhr Kreuzlingen. Hier bogen die Teilnehmer am Sonnenplatz-Kreisel nach Siegershausen und Berg hinauf ab.

Laurens de Vrees (Belgien) und Daniel Teklehaimanot (Eritrea) eilten in Kreuzlingen dem Feld mehr als zwei Minuten voraus. (Bild: Thomas Martens)

Laurens de Vrees (Belgien) und Daniel Teklehaimanot (Eritrea) eilten in Kreuzlingen dem Feld mehr als zwei Minuten voraus. (Bild: Thomas Martens)

Über Weinfelden, Aadorf und Winterthur wurde dann nach  3:35 Stunden vom Etappensieger Mark Cavendish (Grossbritannien) im Massensprint das Ziel erreicht. Die beiden Ausreisser Laurens de Vrees (Belgien) und Daniel Teklehaimanot (Eritrea) wiesen lange Zeit einen Vorsprung von teils mehr als zwei Minuten aufs Feld auf, wurden aber wenige Kilometer vor Schluss von den Kokurrenten eingeholt.

Heimspiel für Weltmeister
Mit dabei natürlich auch der Gesamtführende, Tony Martin, im Gelben Trikot. Für den Weltmeister im Einzelzeitfahren war es ein Heimspiel. Der 29-jährige Deutsche wohnte längere Zeit in Kreuzlingen und kennt den Seerücken vom Bergtraining her bestens.

In Kreuzlingen säumten einige hundert Radsportfans die Strecke entlang der Romanshorner-, Egelsee-, Bären- und Bergstrasse. Wer früh genug da war, konnte sich das eine oder andere Give-away der Werbepartner der Tour de Suisse sichern.

Für Autofahrer war die 160 Kilometer lange Etappe durch Kreuzlingen und die Region aber teilweise ein Geduldsspiel. Polizei und Verkehrskadetten sperrten beispielsweise die Bärenstrasse vom Sonnenplatz-Kreisel aus in Richtung Romanshorn einseitig bereits gut eine halbe Stunde vor Ankunft der Fahrer und leiteten den Verkehr nach Norden um. Als dann der Tross den Kreisel passierte, waren Romans- horner- und Bergstrasse für rund zehn Minuten komplett gesperrt. Das Fahrerfeld war zu diesem Zeitpunkt allerdings nur etwas mehr als zwei Minuten auseinandergezogen, weshalb die Sperrung dann kurz darauf wieder aufgehoben werden konnte.

Die 78. Tour de Suisse endet am Sonntag, 22. Juni, mit der Bergankunft in Saas-Fee.

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