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Mit lädiertem Porsche ins Ziel

Motorsport – Philipp Frommenwiler und das Team Manthey-Racing leisteten beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring Herausragendes. Nach einem schweren Unfall in der zweiten Runde deutete schon kurz nach Rennbeginn alles auf einen vorzeitigen Ausfall der Mannschaft hin.

(Bild: Gruppe C Verla)g

(Bild: Gruppe C Verla)g

Eine eindrucksvolle Leistung der Mechaniker und viel Herzblut der Fahrer sorgten dafür, dass Frommenwilers zweiter Start beim härtesten Langstreckenrennen der Welt mit einem versöhnlichen Erfolg endete.

«Wir haben nach 24 Stunden die Zielflagge gesehen, obwohl das Rennen für uns eigentlich schon gelaufen war. Das ist ein grandioses Gefühl», strahlte Philipp Frommenwiler nach der Zieldurchfahrt. Doch was der Kreuzlinger zuvor erlebte, lässt sich kaum in Worte fassen: Schon in der zweiten Runde des 24-Stunden-Rennens wurde sein Porsche 911 GT3 R von einem Gegner förmlich abgeräumt: «Ein Mercedes geriet ausser Kontrolle und knallte Otto, der im Auto sass, mit voller Wucht in die Seite», blickte der Kreuzlinger zurück. «Dabei wurde der 911er so stark beschädigt, dass eine Reparatur aussichtslos schien.»

Tolle Mechaniker
An eine Weiterfahrt glaubte zu diesem Zeitpunkt sicherlich keiner, am wenigsten Philipp Frommenwiler: «Ich war zutiefst enttäuscht und war schon dabei, meine Tasche zu packen. Doch was die Jungs von Manthey-Racing dann geleistet haben, ist der absolute Wahnsinn», so der 24-Jährige. In eineinhalb Stunden schaffte es die Truppe aus Meuspath, den völlig ramponierten Boliden wieder herzurichten.

Dank der Top-Leistung der Mechaniker konnten Philipp Frommenwiler, Otto Klohs, Jens Richter und Harald Schlotter das Rennen wieder aufnehmen. «Das Auto lief, als ob nichts passiert wäre. Der Mannschaft gebührt ein riesiger Dank hierfür», sagte Frommenwiler stolz. Nachdem der rund 500 PS starke 911er wieder im Rennen war, folgte eine packende Aufholjagd. Von der 150. Position kämpfte sich das Team tapfer nach vorn und fuhr auf dem 35. Rang ins Ziel.

Philipp Frommenwiler hat bei seinem Einsatz auf der Nürburgring-Nordschleife viel Motivation getankt für seine nächste Herausforderung. Am kommenden Mittwoch steigt der Kreuzlinger in den Flieger Richtung USA, um zum zweiten Mal in der amerikanischen Sportwagenmeisterschaft (Tudor USCC) an den Start zu gehen. Beim Rennwochenende in Watkins Glen (27. bis 29. Juni) greift der 24-Jährige ins Steuer des WeatherTech-Porsche. Alle Infos und einen Livestream zum Rennen finden Sie auf www.imsa.com.

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