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Steuerfüsse bleiben 2014 mehrheitlich stabil

Frauenfeld – Die Steuerfüsse der Politischen Gemeinden, Schul- und Kirchgemeinden blieben 2014 meistens unangetastet. Trotzdem profitiert die Bevölkerung jeder dritten Gemeinde von leicht tieferen Sätzen, da mindestens eine der Teilsteuern gesenkt wurde. Die Steuerkraft pro Einwohnerin oder Einwohner ist im Jahr 2013 in 55 Gemeinden gestiegen.

Auch im Jahr 2014 wurde in den Politischen Gemeinden der Steuerfuss häufiger gesenkt als erhöht. Von den 80 Thurgauer Gemeinden nahmen 13 die Sätze leicht zurück. Dies sind deutlich weniger als vor ein paar Jahren, als die Hälfte der Politischen Gemeinden die Steuerfüsse reduzierte. Anhebungen gab es 2014 lediglich in zwei Gemeinden (Matzingen und Sirnach). Der durchschnittliche Steuerfuss der Politischen Gemeinden liegt 2014 bei 58,4 Prozent.

(Symbolbild: archiv)

(Symbolbild: archiv)

Heute haben knapp 50 Politische Gemeinden einen um zehn oder mehr Prozentpunkte tieferen Steuerfuss als noch vor zehn Jahren. In beinahe jeder vierten Gemeinde wurde er sogar um 20 Prozentpunkte zurückgenommen. An der Spitze stehen Bussnang und Dozwil, die den Satz innert zehn Jahren um 40 bzw. 37 Prozentpunkte nach unten korrigierten.

Auch bei den Schulsteuern sind die grossen Senkungsrunden vorbei. Wie im Vorjahr ist sie aber jene Teilsteuer, die 2014 am häufigsten gerutscht ist, und zwar in 18 Schulgemeinden. Der durchschnittliche Steuerfuss der Schulgemeinden liegt bei 93,9 Prozent, dies sind 0,3 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Die Kirchgemeinden haben einen durchschnittlichen Steuerfuss von 24 Prozent. Auch hier bleibt es überwiegend bei Seitwärtsbewegungen.

Jede dritte Gemeinde senkt
Obwohl breitflächige Veränderungen ausgeblieben sind, ist im Zusammenspiel der Teilsteuerfüsse der Politischen Gemeinden, Schulgemeinden und Kirchgemeinden, der Gesamtsteuerfuss für die Bevölkerung in jeder dritten Gemeinde gesunken. Am stärksten wird die Bevölkerung in Homburg, Eschenz, Salmsach und Steckborn entlastet (-9 bis -7 Prozentpunkte). Von etwas höheren Gesamtsteuerfüssen sind vor allem die Einwohnerinnen und Einwohner in Matzingen und Hüttwilen betroffen (+4 Prozentpunkte).

Kantonsweit liegt der durchschnittliche Gesamtsteuerfuss – inklusive des Staatssteuerfusses von 117 Prozent – bei 290 Prozent. Tiefe Gesamtsteuerfüsse haben allen voran Bottighofen, Salenstein und Ermatingen (Gesamtsteuerfüsse von unter 250 Prozent). Eine vergleichsweise hohe Belastung trägt die Bevölkerung in Birwinken, Arbon, Raperswilen und Pfyn (Gesamtsteuerfuss von 314 Prozent oder mehr).

1880 Franken pro Kopf
Die Pro-Kopf-Steuerkraft nahm im Jahr 2013 im kantonalen Schnitt um 33 Franken auf 1880 Franken zu. 55 der 80 Thurgauer Gemeinden konnten sich 2013 über einen Zuwachs freuen. Am stärksten wuchs die Steuerkraft in den Gemeinden Salenstein, Hefenhofen und Mammern. Einbussen bei der Pro-Kopf-Steuerkraft waren vor allem in Roggwil und Herdern spürbar.

Die Statistische Mitteilung Nr. 4/2014 «Gesamtsteuerfüsse 2014, Staatssteuerertrag 2013» ist unter www.statistik.tg.ch elektronisch verfügbar.

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