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Truppenbesuch auf der Glarner Alp

Wichlen – Am Montag liess sich der Regierungsrat des Kantons Thurgau über die Kampfkraft des Panzer Bataillons 14 ins Bild setzen. Beim jährlichen Truppenbesuch weilte er bei seinem «Götti»-Verband auf dem Schiessplatz Wichlen im Kanton Glarus. Herzstück des Besuchs war ein Angriff mit Kampf- und Schützenpanzern.

«Für den Regierungsrat des Kantons Thurgau sind die Besuche bei der Truppe von hoher Bedeutung. So können wir uns ein eigenes Bild vor Ort machen und den Kontakt zu den Wehrmännern pflegen», erklärte Regierungspräsident Claudius Graf-Schelling vor dem Kader des Panzer Bataillons 14.

Wen die neue Regierungsrätin Carmen Haag da wohl ins Visier genommen hat? (Bild: ID)

Wen die neue Regierungsrätin Carmen Haag da wohl ins Visier genommen hat? (Bild: ID)

Und tatsächlich wurde der insgesamt zwölfköpfigen Delegation aus dem Thurgau einiges geboten. Bereits am Vormittag – noch bei bestem Wetter – wurde ein Panzerangriff gezeigt, der es in sich hatte. Der Vorstoss erfolgte mit einem Schützenpanzer, aus dem die Panzergrenadiere herausstürmten und mit Maschinengewehren, Handgranaten und Pistolen im Schutz von Rauchpetarden den Feind erfolgreich und in kurzer Zeit bekämpften.

Üben für den Ernstfall
«Wir können nur, was wir trainiert haben», erläuterte Major im Generalstab Dominik Belser, der neue Kommandant des Panzer Bataillons 14, und weiter: «Wir trainieren in erster Linie die Verteidigung, den Häuser- und Ortskampf und zwar so realitätsnah als möglich, auch wenn man sich das städtische Gelände hier oben auf der Wichlen hinter Elm denken muss.» Der Regierungsrat war beeindruckt von der Professionalität und der Präzision des Vorstosses der WK-Truppe, die sich bereits in der dritten Woche ihres Dienstes befindet und sich aus insgesamt knapp 800 Wehrmännern vor allem aus den Ostschweizer Kantonen zusammensetzt.

Am Nachmittag folgte eine weitere Demonstration der Feuerkraft und des exakten Zusammenwirkens der Panzertruppe mit den Panzergrenadieren, dieses Mal unter Einbezug des Kampfpanzers Leopard, eines stählernen Ungetüms mit rund 60 Tonnen Kampfgewicht. Bei einem aufziehenden Gewitter und zunehmend schlechterer Sicht rollten die Panzer vom Bereitstellungsraum in die Angriffsstellung und feuerten ihre Geschosse zielgenau in die supponierten Häuser und Objekte des Gegners. Das Geschehen konnte von den Regierungsmitgliedern aus dem Turm der Übungsleitung hautnah und zum Teil über Bildschirme mitverfolgt werden.

Sackmesser zur Erinnerung
Als Dank für die Einladung zum Besuch und für die eindrückliche Demonstration des hohen Könnens und der hohen Einsatzbereitschaft des Panzer Bataillons 14 überreichte Regierungspräsident Graf-Schelling dem Kommandanten ein graviertes Armeesackmesser, das ihn ab und zu an den Göttikanton Thurgau erinnern soll. Nicht fehlen durfte zudem der traditionelle «Göttibatzen», ein Zustupf für die Bataillonskasse.

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