/// Rubrik: Leserbriefe

Viel «Gefasel» beim Sparen in der Bildung

Kreuzlingen – Sparen ist modern geworden. Auch im Thurgau und vor allem im Bereich der Bildung. (Mirko Spada, Schulleiter)

(Bild: Archiv)

(Bild: Archiv)

Langjährige erfahrene Persönlichkeiten, die tagtäglich mit der Bildung konfrontiert sind, wissen ganz genau, wo gespart werden kann, ohne dass die Qualität vermindert wird. Ich selbst sehe beispielsweise den Sinn der Schulaufsicht nicht mehr, seit es die geleiteten Schulen gibt. Ich plädiere auf eine deutliche Reduktion der vielen Schulevaluationen. Die Schule wird dadurch nicht besser!

Ich fordere auf, mutigere und kreativere Lernmodelle für den normalen Unterricht sowie für lernschwächere Kinder umzusetzen. Wir haben diesbezüglich viele Beispiele im Thurgau, die sehr gut funktionieren. Ich sehne mich nach einen sorgfältigeren Umgang mit Ausgaben für Material jeglicher Art und ich mache mich stark für eine Reduktion von x-fachen Schulprojekten und Versuchen. Ich bitte darum, dass die bekannten Thurgauer Privatschulen durchleuchtet werden. Sie arbeiten auch erfolgreich mit Jugendlichen zusammen und diese Institutionen sind unter anderem kostenbewusst.

Die Bildung wird wie eine Fussballnationalmannschaft behandelt. Jeder weiss es besser! Ausschliesslich der Trainer hat keine Ahnung. Dass immer mehr Eltern oder Wirtschaftsverbände wenig Vertrauen in die Schulen haben, ist bekannt und damit muss man leben können. Wenn aber Politiker oder Entscheidungsträger mit einer «BlaBla»-Kommunikation viel Unsinn erreichen, obwohl sie teilweise nicht viel Ahnung vom Bildungswesen haben, ist das gefährlich und schlussendlich respektlos!

Warum glaubt man uns nicht? Schon im Kindergarten lernen Kleinkinder heutzutage, dass man mit BlaBla nicht weiter kommt.

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2 thoughts on “Viel «Gefasel» beim Sparen in der Bildung

  1. Bruno Neidhart

    Bitte, Herr Spada, schlüsseln Sie mal „mutigere und kreativere Lernmodelle“ deutlicher auf. Nicht dass es bei einem „BlaBla“ für den Leser bleibt. Was ist der eigentliche Kern Ihres „Statements“? Wohin soll letztlich die (Bildungs-) Reise gehen?

    Antworten
    1. Spada Mirko

      Sehr geehrter Herr Neidhart
      Ich darf leider nur 2000 Zeichen in einem Leserbrief benützen. Und ich erhalte auch keine grössere Plattform, weil ich schlussendlich im ganzen Kuchen nur eine kleine Nummer bin. Falls ich einmal Kantonsrat sein darf, werde ich mehr bewegen können. Sie können mich jederzeit kontaktieren. Wir treffen uns dann zum Kaffee und Kuchen und ich werde Ihnen alles erklären.
      Vielen Dank für Ihr Interesse!
      Spada Mirko

      Antworten

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