/// Rubrik: Stadtleben

156 neue Lehrpersonen für den Kindergarten und die Primarschule

Kreuzlingen – Im Sport- und Kulturzentrum Dreispitz wurden am 5. Juli die Lehrdiplome der Pädagogischen Hochschule Thurgau (PHTG) für die Vorschulstufe (Kindergarten) und die Primarstufe feierlich überreicht. Auf Ende des Studienjahres 2013/14 haben insgesamt 156 Studierende ihr Studium erfolgreich abgeschlossen. 34 Frauen und ein Mann erhielten ein Lehrdiplom für die Vorschulstufe sowie 104 Frauen und 17 Männer ein Lehrdiplom für die Primarstufe.

Die Diplomierten der Studiengänge Vorschulstufe und Primarstufe 2014. (Bild: zvg)

Die Diplomierten der Studiengänge Vorschulstufe und Primarstufe 2014. (Bild: zvg)

Mit den Diplomen werden zwei Abschlüsse dokumentiert: der Abschluss der Berufsausbildung mit einem gesamtschweizerisch anerkannten Lehrdiplom sowie der Abschluss des Hochschulstudiums mit einem akademischen Titel. Der Studiengang Vorschulstufe schliesst ab mit dem akademischen Grad Bachelor of Arts in Pre-Primary Education und der Studiengang Primarstufe mit einem Bachelor of Arts in Primary Education.

Wurzeln und Flügel
Traditionelle Musik aus dem Balkan und Andalusien sowie ein Trio für Flöte, Violine und Violoncello umrahmte die feierliche Atmosphäre. Heinz Leuenberger, Mitglied des Hochschulrates der PHTG, begann seine Diplomrede mit den Worten: «Es gibt nur zwei bleibende Dinge, die wir unseren Kindern und jungen Menschen auf den Weg mitgeben können: Wurzeln und Flügel.» Wie dies zu erreichen sei, erklärte er mit Pestalozzis Pädagogik des Herzens.

Roger Hablützel, Absolvent des Studiengangs Primarstufe, richtete seine Grussworte an seine Kommilitoninnen und Kommilitonen. Er verglich darin die Ausbildung an der PHTG mit einem Wandschrank, den er aus vielen kleinen Teilen zusammengebaut hat. Er wünschte seinen Kolleginnen und Kollegen viel Gelingen beim Befüllen der Fächer und Schubladen mit schönen Momenten.

Nach den offiziellen Diplomübergaben würdigte Ruedi Schweizer, Leiter Diplomprojekte, im Namen des Fördervereins der PHTG die Diplomarbeiten von Christine Dunst und Melanie Stahel. Christine Dunst schrieb ihre Arbeit zum Thema «Philosophieren im Kindergarten ist Sprachförderung». Dabei verglich sie, wie sich Kindergartenkinder die Bedeutung der Gefühle Trauer, Freude, Wut und Angst mit gängigen Sprachfördermethoden und über philosophische Gespräche erschliessen. Wie die schulische Wirklichkeit von Verdingkindern aussah, untersuchte die frisch diplomierte Primarlehrerin Melanie Stahel in ihrer Diplomarbeit. Sie führte dazu Interviews mit betroffenen Menschen und wertete diese wissenschaftsgestützt aus.

Erfreuliche Stellensituation
Bis auf eine Person haben alle Diplomierten des Studiengangs Vorschulstufe eine Anstellung in einem Kindergarten gesucht und alle haben bereits eine Stelle gefunden: 60 Prozent im Kanton Thurgau und je 20 Prozent in den Kantonen Zürich und St. Gallen. Die meisten werden nach den Sommerferien in einer Kindergartenklasse mit zwei Jahrgängen unterrichten. Über zwei Drittel wurden unbefristet und fast 90 Prozent in ihrem Wunschpensum angestellt. Um eine Stelle in einem Kindergarten zu finden, haben die Diplomierten durchschnittlich sechs Bewerbungen geschrieben und zwei bis drei Vorstellungsgespräche geführt. Eine Vorschulstufenlehrperson wird nach den Sommerferien die Stufenerweiterung im Studiengang Primarstufe beginnen.

Von den 106 Diplomierten des Studiengangs Primarschulstufe – 15 Personen haben im Verlaufe des Studienjahres abgeschlossen – haben 94 Männer und Frauen eine Stelle gesucht. Von den Suchenden haben 70 bereits eine Stelle gefunden. Der grösste Teil der Diplomierten, etwa zwei Drittel, wird künftig im Kanton Thurgau unterrichten, weitere 20 Prozent werden im Kanton Zürich tätig sein, der Rest entfällt auf weitere Deutschschweizer Kantone und Schulen im Ausland. Die Zusagen erhielten die Studierenden meistens im März oder April, nachdem sie durchschnittlich acht Bewerbungen geschrieben haben. Über die Hälfte der frisch Diplomierten wird nach den Sommerferien in einer Mehrklassenschule unterrichten. Über 90 Prozent der zukünftigen Lehrpersonen werden ein Pensum mit mehr als 80 Stellenprozenten ausfüllen.

Share Button

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.