/// Rubrik: Region

Kunststoffsammlung wird definitiv weitergeführt

Frauenfeld – Seit dem Herbst 2013 werden im Thurgau Kunststoffflaschen separat gesammelt. Alle Regionalen Annahmezentren (RAZ) und die Migros-Filialen nehmen gratis leere Flaschen von Milchprodukten, Crèmes, Shampoos etc. zurück – getrennt von den PET-Flaschen, bei denen das Recycling schon funktioniert. Der Pilotversuch wurde nun abgeschlossen. Da die Mengen kontinuierlich an allen Sammelstellen gestiegen sind und eine akzeptable Sammelreinheit erreicht werden kann, wird der Pilotversuch in einen definitiven Betrieb überführt.

2_Nur Plastikflaschen aus dem Haushaltsbereich gehören in den Sammelbehälter. (Bild: zvg)

Nur Plastikflaschen aus dem Haushaltsbereich gehören in den Sammelbehälter. (Bild: zvg)

In den vier Thurgauer RAZ und der Sammelstelle in Wil wurden seit Herbst 2013 insgesamt 4400 Kilogramm Plastikflaschen gesammelt. Von den Migros-Filialen im Kanton Thurgau wurden rund 50‘000 Kilogramm zum Recycling weitergeleitet. Die gesammelten Flaschen werden in einer Thurgauer Kunststoff-Entsorgungsfirma nachsortiert und zu Granulat verarbeitet. Dieses dient dann als Rohstoff für neue Kunststoffprodukte. Entscheidend für diese stoffliche Verwertung ist die Reinheit der Sammelware. Um eine hohe Sortenreinheit im Sammelgut zu erhalten, wurde diese Sammlung auf stofflich verwertbare Plastikflaschen beschränkt. Sofern diese nicht PET-Flaschen sind, bestehen sie meist aus PE. Trotzdem müssen in den RAZ pro Tag noch zirka 30 Minuten aufgewendet werden, um die Sammelcontainer von Fremdmaterial zu reinigen und auszutauschen.

Recycling einer Flasche – nur Flaschen, bitte!
Das separate Sammeln von Kunststoff für die stoffliche Verwertung ist ökologisch sinnvoll und entspricht einem Bedürfnis der Konsumenten. Das Flaschenrecycling ist ein Beitrag dazu – sofern die Kunden lernen, was eben keine Flasche sei: Kinderspielzeug aus Plastik und Verbundverpackungen, sowie Folien aller Art und Plastiksäcke sind keine Flaschen! Diese Kunststoffe gehören nicht in die Separatsammlung, da sie wieder aufwendig aussortiert werden müssen, damit sie in Verbrennungsanlagen thermisch verwertet werden können.

Kooperation mit dem Detailhandel
Im Pilotprojekt hat sich die Zusammenarbeit zwischen den Abfallzweckverbänden KVA Thurgau und ZAB und der Migros Ostschweiz bewährt. Einerseits wurde ein mit dem Handel und den öffentlichen Sammelstellen abgestimmtes, einheitliches Rücknahmeangebot geschaffen. Andererseits wurde die Sammel- und Transportlogistik sowie die Verwertung der Kunststofffraktionen gemeinsam organisiert und optimal gestaltet. Auch in der definitiven Betriebsphase wird diese Kooperation weitergeführt.

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