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Kreuzlingen mit dem Rücken zur Wand

Wasserball – Lugano NPS bleibt das Team der Stunde: Auch im zweiten Finalspiel gewinnen die Tessiner, vor eigenem Publikum setzt man sich 12:11 gegen Kreuzlingen durch. Damit könnte es bereits am Samstag im dritten Spiel im Kreuzlinger Hörnli zur Entscheidung kommen. (Roland Keller)

Robin Pleyer kommt für den SC Kreuzlingen zum Wurf. (Bild: Gaccioli)

Robin Pleyer kommt für den SC Kreuzlingen zum Wurf. (Bild: Gaccioli)

Lugano NPS ist das bisher dominierende Team der Playoffs 2014. Auch die siebte Partie gewannen die Südschweizer am Donnerstagabend, und damit fehlt nur noch ein Sieg auf dem allerkürzesten Weg zum Meistertitel.

Kreuzlingen bemüht, aber nicht belohnt
Der Spielverlauf ähnelte der ersten Begegnung. Wieder waren es die Kreuzlinger, die besser starteten und die ersten Minuten dominierten. Lugano konnte den Anschluss aber wiederherstellen und ging nach dem Seitenwechsel seinerseits in Führung. Dann waren es wieder zehn torlose Minuten, die die Kreuzlinger Bemühungen zurückwarfen und fünf Minuten vor Ende ein 10:7 für die Gastgeber aufleuchten liessen.

Der Titelverteidiger bewies aber noch einmal Moral, kämpfte sich aus der fast aussichtslosen Situation heran und schaffte diesmal den Ausgleich zum 11:11. Was dann aber noch folgte, war vielleicht einfach nur Pech: Luganos Jeffrey Schwimer traf mit einem Gewaltschuss die Torumrandung, den Arm des Kreuzlinger Schlussmanns und in der letzten Sekunde des Spiels das Tor zum entscheidenden 12:11-Sieg.

Chancen nicht genutzt
Damit stehen die Kreuzlinger massiv unter Druck: Sie dürfen in der Best-of-5-Serie nicht mehr verlieren, soll der Titel auch 2014 am Bodensee bleiben. Dass es mit dem Auswärtssieg nicht geklappt hat, lag für Trainer Sirko Roehl an den verpassten Chancen. Ein verschossener Penalty, ungenutzte Überzahlsituationen und eine sogenannte Hundertprozentige aus einem Konter schmerzten am Ende, als man sogar das Penaltyschiessen verpasste. Treffsicherer war Luganos Marino, der mit sechs persönlichen Toren der auffälligste Spieler war.

Ersten Matchball am Samstag abwehren
Positiv bleibt dabei anzumerken, dass Kreuzlingen durchaus über die Mittel verfügt, auch gegen dieses Lugano gewinnen zu können. Und dies wird nötig, bereits am Samstag heisst es in Kreuzlingen «Verlieren verboten!». Die Partie wird bereits um 20 Uhr angepfiffen, um die spätere Berichterstattung im Schweizer Fernsehen zu ermöglichen. Noch hängig ist ein Protest, den die Kreuzlinger Delegation nach Abpfiff platziert hat. Luganos Captain Knjinenburg war am Donnerstag eingesetzt worden, obwohl noch eine ausgesprochene Spielsperre aus dem Halbfinal Bestand hatte.

Lugano NPS – SC Kreuzlingen  12:11 (2:4, 3:1, 4:2, 3:4)

Lido, Lugano

SR Castrilli und Kramer

Strafen: Lugano 13, Kreuzlingen 11.

Torfolge: 0:2, 2:2, 2:4, 3:4, 3:5, 6:5, 6:7, 10:7, 10:9, 11:9, 11:11, 12:11.

Lugano: Maksimovic, Weiler, Schwimer (2), Graziani, M. Radivojevic, Zanola, D. Radivojevic (1), Motta, Bortone (1), Marino (6), El Mehrek (2), Strepparava, Knijnenburg (C).

Kreuzlingen: Weber, Somogyi (2), Petrovic (2), Raschle, Keller (1), Herzog, Zahnd (1), Fässler, Vacho (3), Buob, Pleyer (1), Weideli (C,1).

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