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Kreuzlingen unterliegt erneut hauchdünn

Wasserball – Die dritte Titelverteidigung ist aus Sicht des aufopfernd kämpfenden SC Kreuzlingen in weite Ferne gerückt. Jetzt müssen die Thurgauer am Dienstagabend in Lugano ein kleines Wunder vollbringen und einen Auswärtserfolg landen. Nur so kann es am Donnerstag zum erhofften Showdown im Kreuzlinger Hörnli kommen. (Christof Keller)

Lugano kann seinerseits bereits am Dienstag den 14. Meistertitel seiner ruhmreichen Clubgeschichte holen. Es wäre gemessen am bisherigen Playoff-Final-Verlauf jedenfalls nicht unverdient.

Rudi Vacho holt zum Wurf aus. (Bild: Gaccioli)

Rudi Vacho holt zum Wurf aus. (Bild: Gaccioli)

Die Rahmenbedingungen für die dritte Partie des Playoff Finals hätten nicht besser sein können. Eine voll besetzte Zuschauertribüne, perfektes Wetter und zwei siegeshungrige Teams machten Hoffnung auf eine spannende Partie. Kreuzlingen startete engagiert und ging durch Zahnd und Petrovic zweimal in Führung.

Lange liess sich Herausforderer Lugano aber nicht bitten. Die Tessiner glichen jeweils aus und führten kurz darauf mit 4:2. Schon das erste Viertel enthielt viel Zündstoff. Zwei Penaltys gegen den SCK, hochgehende Emotionen bei den zahlreichen Fans waren nebst neun Toren das Eintrittsgeld bereits wert.

Lugano mit Vorteilen
Weiterhin torreich aber etwas besonnener verlief die Partie im zweiten Abschnitt. Zuerst suchte der SCK vehement den Ausgleich, was zum 5:5 und 6:6 auch erfolgreich gelang. Dann waren es aber wieder die in Hochform agierenden Südschweizer, die Mal für Mal für Aufregung in der SCK Abwehr sorgten. So war es nur logisch, dass Lugano wieder vorlegte und die Führung sukzessive ausbauen konnte. Mit 6:8 aus der Sicht des Titelverteidigers ging es in die grosse Pause.

SCK zu instabil
Am Wille fehlte es den Einheimischen zu keiner Zeit. Während der Angriff zusehends mehr Spielanteile gewann, konnte die Abwehr seine Unsicherheit nie ganz ablegen. Man konnte darauf wetten, dass sich nach starken Aktionen postwendend eine ziemlich durchlässige Phase einstellte. So war es zu keiner Zeit möglich, den zwei Tore Rückstand bei Halbzeit nachhaltig aufzuholen. Nach jeder Verkürzung legte Lugano NPS unverzüglich wieder nach. Als Kreuzlinger musste man etwas neidisch anerkennen, dass Lugano jederzeit gut harmonierte und kompakt sowie äusserst effizient auftrat.

Vorsprung sicher verwaltet
Die Begegnung blieb alles in allem gehaltvoll und SCK blieb stets am Puls, ohne aber das Glück im Abschluss auf seiner Seite zu haben. Zu viel Kraft und Zeit verpuffte mit ungenauen Torschüssen. Die Luganesi hatten je länger die Partie dauerte die Zeit auf ihrer Seite. Kein Wunder stand im Verlaufe des letzten Viertels die Verwaltung des Vorsprungs auf ihrem Menüplan.

Dadurch erhielten die Thurgauer zwar etwas mehr Spielanteile, aber genügend Zählbares schaute letztendlich doch nicht heraus. Als dann Lugano zwei Minuten vor Abpfiff auf drei Tore Differenz erhöhte, war die Entscheidung auch für die grössten Optimisten unter den gut 900 Fans gefallen. Daran änderte sich trotz nochmaligem Aufbäumen zum Schlussstand von 14:15 leider nichts mehr.

SC Kreuzlingen – Lugano NPS 14:15 (4:5, 2:3, 4:4, 4:3)

Schwimmbad Hörnli, 900 Zuschauer

Schiedsrichter: Dorin Ilea, Thomas Kronenberg

Strafen: SCK 11, Lugano 8

Torfolge: 1:0, 1:1, 2:1, 2:4, 3:4, 3:5, 5:5, 5:6, 6:6, 6:8, 7:8, 7:9, 8:9, 8:10, 9:10, 9:12, 10:12, 10:13, 11:13, 11:14, 12:14, 12:15, 14:15

SCK: Weber, Somogyi (1), Petrovic (4), Raschle, Keller (1), Herzog, Zahnd (1), Fässler, Vacho (1), Buob, Pleyer (5), Weideli (C, 1).

Lugano: Maksimovic, Weiler, Schwimer (2), Graziani, M. Radivojevic, Zanola, D. Radivojevic (3), Knijenburg (C, 2), Motta, Bortone, Marino (4), El Mehrek (4), Strepparava.

Bemerkungen: «TKB Best Player of the Game» Jeffrey Schwimer (Lugano) und Robin Pleyer (SCK).

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