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Sauberer Bodensee lockt Badegäste

Region – Die Gewässerschutzkommission sorgt für den ganzheitlichen Schutz des Sees.

Baden im Bodensee - das reinste Vergnügen. (Bild: sb)

Baden im Bodensee – das reinste Vergnügen. (Bild: sb)

«Ausgezeichnete Wasserqualität» – so lautet das erfreuliche Urteil der Gesundheitsämter, wenn sie in regelmässigen Abständen an den bekannten Badestellen die Wasserqualität des Bodenseewassers prüfen. Ausreisser sind äusserst selten, sie können unter bestimmten Voraussetzungen vereinzelt auftreten, etwa nach heftigen Regenfällen. Somit bietet der Bodensee als herausragender Vertreter der Alpenseen in aller Regel genau das, was sich die Menschen in der Region, aber auch die vielen Feriengäste und Tagestouristen bei schönem Wetter von ihm erwarten: Badevergnügen pur.

In Kläranlagen investiert
Die hervorragende Qualität des Bodenseewassers hat ihren Grund: Seit Jahrzehnten haben die Anrainerstaaten am See und in seinem gesamten Einzugsgebiet grosse Anstrengungen unternommen, damit möglichst sauberes Wasser dem See zufliesst. So wurden etwa fünf Milliarden Euro in Kläranlagen und Kanalisation investiert, um Nährstoffe und Schadstoffe vom See fern zu halten. Nach einer Phase starker Gewässerbelastung in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zeigen heute Algen, Wasserpflanzen und Fische einen guten Zustand nach der europäischen Wasserrahmenrichtlinie an.

Einen wesentlichen Anteil an der erreichten Wasserqualität hat die Internationale Gewässerschutzkommission für den Bodensee (IGKB). Deren Aufgabe ist es, über den Zustand des Sees zu wachen, um Gefahren so früh wie möglich erkennen und Abwehrmassnahmen einleiten zu können. «Wir sind froh, dass der Bodensee heute wieder so sauber ist wie in den 1950er Jahren», sagt der IGKB-Vorsitzende Martin Grambow vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz. Und er ergänzt: «Wir werden uns auch in Zukunft mit Nachdruck dafür einsetzen, dass dies so bleibt.» Dieser erfolgreiche Gewässerschutz gewinnt vor dem Hintergrund des voranschreitenden Klimawandels noch an Bedeutung.

Keine Ausnahmen zulassen
Damit erteilt die IGKB allen Forderungen eine Absage, bei den Bemühungen um die Reinhaltung des Sees Ausnahmen zuzulassen. Denn nur, wenn der hohe Standard bei der Abwasserreinigung gehalten werde, sei eine nachhaltige Entwicklung des Sees und der Erhalt seiner vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt gewährleistet. Grambow betont, dass sich nur so die hohe Wasserqualität des Sees auf Dauer sichern lasse – eine unerlässliche Voraussetzung dafür, dass auch in Zukunft rund fünf Millionen Menschen ihr Trinkwasser aus dem See beziehen können. Nutzuniesser sind auch die vielen Badegäste, denn sie wissen das saubere Wasser sehr zu schätzen.

Zum Hintergrund: 1959 wurde die Internationale Gewässerschutzkommission für den Bodensee gegründet. Ihr wichtigstes Ziel ist, für den See einen dauerhaften ganzheitlichen Gewässerschutz zu gewährleisten. Nähere Informationen dazu bietet das IGKB-Faltblatt «Der Bodensee – ein Geschenk der Natur». Es steht auch als pdf-Dateien im Internet zur Verfügung unter: www.igkb.org.

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