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Agathu erhält «Prix Kreuzlingen» 2014

Mit dem «Prix Kreuzlingen» ehrt die Stadt den Verein Arbeitsgruppe für Asylsuchende Thurgau (Agathu). Seit fast 20 Jahren engagiert sich der Verein im Sinne der humanitären Tradition der Schweiz. Stadtammann Andreas Netzle übergab den Anerkennungspreis anlässlich der Bundesfeier in der Bodensee-Arena.

Stadtammann Andreas Netzle, Karl Kohli (Agathu) und Laudatorin Susanne Dschulnigg (v.l). (Bild: zvg)

Stadtammann Andreas Netzle, Karl Kohli (Agathu) und Laudatorin Susanne Dschulnigg (v.l). (Bild: zvg)

Mit dem fünften «Prix Kreuzlingen» würdigt der Stadtrat auch in diesem Jahr keine Einzelperson, sondern einen Verein. «Mit dem Prix Kreuzlingen will der Stadtrat Mitbürger und ihre Leistung für die Allgemeinheit herausheben und den Dank und die Anerkennung der Stadt aussprechen», sagte Stadtammann Andreas Netzle. Eine Gesellschaft funktioniere nur dann, wenn sich Leute für die Allgemeinheit engagieren und sich für andere Menschen oder eine gute Sache einsetzen. Wie die Mitglieder des Vereins Agathu. «Sie und viele Spender stehen für die humanitäre Tradition der Schweiz und von Kreuzlingen», sagte Stadtammann Netzle und übergab das Wort Susanne Dschulnigg, Präsidentin der evangelischen Kirchenvorsteherschaft.

Mitgliedschaft gleich Ehrensache
In ihrer Laudatio würdigte sie die Arbeitsgruppe für Asylsuchende für ihren unermüdlichen Einsatz. Im Jahr 1995 mit Unterstützung des HEKS und der beiden Landeskirchen gestartet, führt der Verein seit 1998 einen Kaffeetreff für Asylsuchende. «Das Agathu gehört zu unserer Stadt genauso wie die Empfangsstelle des Bundesamtes für Migration», sagte Susanne Dschulnigg. Explizit erwähnte sie keine Namen. «Es sind viele, die nicht nur ideell mit Spenden, sondern mit vielen Arbeitsstunden unentgeltlich Einsatz leisten.» Sie ziehe den Hut vor diesen Menschen und sagte: «Agathu ist ein Verein, liebe Kreuzlingerinnen und Kreuzlinger, eigentlich müsste es Ehrensache sein, dem Verein als Mitglied anzugehören.»

«Anerkennung tut uns gut»
Anschliessend überreichte Stadtammann Andreas Netzle den «Prix Kreuzlingen» einem sichtlich gerührten Karl Kohli, der stellvertretend für seine Vereinskolleginnen und -kollegen den Anerkennungspreis entgegen nahm. Er sei sehr überrascht gewesen, als Stadtammann Netzle ihm mitteilte, dass Agathu den «Prix Kreuzlingen» erhalte. «Diese Anerkennung tut uns gut», sagte Karl Kohl und übernahm aus den Händen des Stadtammanns den Preis, der in diesem Jahr von Walter Wetter aus Siegershausen gestaltet wurde.

40 Helferinnen und Helfer kümmerten sich um 450 Gäste
Traditionsgemäss findet die Übergabe des Anerkennungspreises anlässlich der Bundesfeier statt. Diese wiederum organisieren die Kreuzlinger Quartiervereine im Turnus, in diesem Jahr war der Quartierverein Bodan an der Reihe. Präsident Ueli Bührer und seine 40 Helferinnen und Helfer boten in und um die Bodensee-Arena ein kunterbuntes Festprogramm und verwöhnten die rund 450 Gäste mit feinen Grilladen und Fischknusperli. Für die musikalische Unterhaltung sorgte der Handharmonika-Club Kreuzlingen.

Im Anschluss an die Vergabe des «Prix Kreuzlingen» hielt Priska Sieber, Rektorin der Pädagogischen Hochschule Thurgau, die 1.-August-Rede. Mit dem Entzünden des Funkes auf dem Gelände Klein Venedig erreicht die Bundesfeier einen weiteren Höhepunkt.

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