/// Rubrik: Leserbriefe

Steuererhöhung: Ja oder Nein

Kreuzlingen – Am 28. September wird in Kreuzlingen über einen Kredit von 37 Millionen Franken für den Bau einer Schwimmhalle abgestimmt. Folge davon wird sein, dass eine Steuererhöhung unumgänglich wird, was auch durch Stadtammann Netzle, anlässlich eines Pensioniertentreffens vor ehemaligen Mitarbeitern der Stadt Kreuzlingen, bestätigt wurde. (Rolf Senn, Kreuzlingen)

Dies auch, obwohl von der Stadt Kreuzlingen seit Jahren Geld für die vorgesehenen «Xentrum»-Projekte gescheffelt wird. Eine Steuersenkung, wie in anderen Gemeinden bereits vollzogen, wäre schon längstens fällig.

Frage: Wollen wir Kreuzlinger Steuerzahler wegen diesem überrissenen Projekt mehr Steuern bezahlen? Ich glaube eher nein! Es gibt in Kreuzlingen sicher Leute , denen eine Steuererhöhung keine Probleme bereiten würde. Doch bin ich aber überzeugt, dass einer grossen Mehrheit der Kreuzlinger Steuerzahler mit einer Steuererhöhung ihr Jahresbudget über «den Haufen» geworfen würde.

Auch bin ich der Meinung, dass von den 12703 Steuerpflichtigen in Kreuzlingen (Zahlen gemäss Angaben des Steueramtes) nur ein kleiner Prozentsatz die Annehmlichkeiten eines neuen Schwimmbades nutzen würden. Der grosse Rest der Einwohner von Kreuzlingen, selbst solche ohne Stimmrecht, wäre aber zur Mitfinanzierung verpflichtet. Im Prinzip dreht es sich bei dieser Abstimmung nicht nur um die erwähnten 37 Millionen Franken.

In naher Zukunft werden noch zwei weitere «Xentrum»-Projekte , Stadthaus und Tiefgarage Bärenplatz, mit Kosten von ebenfalls zig-Millionen Franken zur Abstimmung kommen. Dies wird von den Befürwortern in ihren Kommentaren zur Abstimmung Schwimmhalle vermutlich wohlweislich aus wahltaktischen Gründen verschwiegen.

Die Ankündigung von Befürwortern des Projektes, 250000 Franken so quasi als Starthilfe sammeln zu wollen, sehe ich als Versuch den Stimmbürgern Sand in die Augen streuen zu wollen. Was für ein lächerlicher Betrag bei einer Bausumme von 37 Millionen Franken und jährlich wiederkehrenden Unterhalts- und Betriebskosten von ca. zwei Millionen Franken. Auch die spärlichen Unterstützungsbeiträge von eventuell zahlungsbereiten Aussengemeinden würden den «Hasen» nicht fetter machen.

Liebe Stimmbürger, die freie Wahl bei der Stimmabgabe soll aber gewährleistet bleiben. Wenn Sie dem Projekt zustimmen und mehr Steuern bezahlen wollen, dann stimmen Sie Ja.

Sind Sie aber gegen das Projekt und würden Sie eher eine Steuersenkung befürworten, dann stimmen Sie Nein!

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One thought on “Steuererhöhung: Ja oder Nein

  1. Bruno Neidhart

    Es geht nicht, lieber Herr Rolf Senn, um eine Abstimmung über eine Senkung oder Erhöhung von Steuern. Es geht um eine städtische Investition: Um eine Schwimmhalle. Mit allem Drum und Dran. Die Befürworter sind überzeugt, dass es sich um eine sinnvolle Investition für Kreuzlingen handelt – für die Jugend bis ins hohe Alter. Sie vertreten nicht diese Ansicht – o.k.!

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