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Das Interesse der Käufer wecken

Kreuzlingen – Die Stadt sucht einen Käufer für den Bahnhof Bernrain. Sie will das Gebäude im Baurecht abgeben, aber, das erklärte Stadtrat Michael Dörflinger an der Pressekonferenz vorgängig der kommenden Gemeinderatssitzung: «Das Gebäude soll erhalten blieben.»

2012 hatte die Stadt das Gebäude gekauft. Dann schrieb sie es aus, mehrere Interessenten meldeten sich. «Mit einem Kreuzlinger Handwerksbetrieb waren wir uns handelseinig», so Dörflinger. Der Deal platzte aber aus gesundheitlichen Gründen des Interessenten.

Manuel Fend hat sich im hinteren Teil des Bahnhofsgebäudes Bernrain ein Atelier samt Ausstellungsräumen eingerichtet. (Bild: sb)

Manuel Fend hat sich im hinteren Teil des Bahnhofsgebäudes Bernrain ein Atelier samt Ausstellungsräumen eingerichtet. (Bild: sb)

Jetzt will man dort zunächst den Zonenplan ändern, von Bahnzone in Wohn- und Gewerbezone W50. Am Donnerstag entscheidet der Gemeinderat darüber. So werde das Gebäude für Käufer interessanter. Dörflinger schliesst nicht aus, dass die Stadt in einem weiteren Schritt mehr in das Gebäude investiert. Als Käufer kämen Handwerksbetriebe infrage, dafür eigne sich das Gebäude «ideal».

Der Denkmalschutz labelte das Haus als «Gesamtform erhaltenswert» – theoretisch erlaube dies sogar den Abbruch. Die Stadt handelt also freiwillig, denn «der Bahnhof Bernrain ist ein Zeitzeuge der Thurgauer Bahngeschichte», erklärte Dörflinger.

Benutzt wird der Bahnhof derzeit allein durch der Kreuzlinger Künstler Manuel Fend. Er hat dort Atelier und Ausstellungsräume eingerichtet. Stadtrat David Blatter kündigte für die kommende Gemeinderatssitzung ausserdem eine Information zur Beteiligung der TBK an der Swisspowers Renewables AG an. Der Wunsch danach sei von den Gemeinderäten gekommen.

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