/// Rubrik: Kultur

Die vielen Seiten des Mittelalters

Konstanz – Der Mittelalterpoet Oswald von Wolkenstein beschreibt Konstanz vor 600 Jahren als «wunnikliches Paradis». Damals kamen die Kleriker und Intellektuellen an den Bodensee, um die Kirche zu einen.

Der Stadtführer als Ulrich Richental verkleidet. (Bild: zvg)

Der Stadtführer als Ulrich Richental verkleidet. (Bild: zvg)

Heute dient das Konzilgeschehen als Kulisse für mehrere historische Romane: Neben dem Bestseller «Die Wanderhure» gibt es mit «In Nomine Diaboli» einen äusserst erfolgreichen Konzilkrimi. Der Gmeiner Verlag musste bereits vier Mal nachdrucken lassen. Das Lesebuch zum 600-jährigen Jubiläum «Die Gans ist noch nicht gebraten» versammelt Auszüge von verschiedenen Autoren unter einem Buchrücken. Und eine Übersetzung der in die Jahrhunderte gekommene Richental-Chronik in heutiges Deutsch macht die Mittelaltergeschichte der Stadt greifbar wie nie.

Konstanz zwischen den Zeilen entdecken – das ging noch nie so gut wie jetzt zum Konziljubiläum. Vom 11. bis 14. September 2014 veranstaltet das Kulturbüro Konstanz ausserdem das Literaturfestival «Aufs Äusserste, Europa!». Eine weitere Facette von Konstanz gibt es für rund drei Euro als Download aufs Handy: Die App «Gelehrter und König» von Gabrielle Alioth lädt zum literarischen Stadtspaziergang.

Einer literarischem Vorlage bediente sich auch der Skandal-Bildhauer Peter Lenk bei der leicht bekleideten Gallionsfigur der Stadt. Für seine neun Meter hohe Dame im Konstanzer Hafen stand «Die schöne Imperia» aus Honoré de Balzacs Tolldreisten Geschichten Pate.

Weitere Informationen: Tourist-Information Konstanz GmbH, Tel. 0049 7531 13 30 30, info@konstanz-tourismus.de, www.konstanz-tourismus.de

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