/// Rubrik: Leserbriefe

Kreuzlingens Grössenwahn

Kreuzlingen – Der Stadtrat will Kreuzlingen mit dem riesigen Projekt Xentrum beglücken und schreckt nicht davor zurück, uns ein neues Stadthaus, eine Schwimmhalle, eine Tiefgarage, einen Bushof und ein Stadtpark vorzustellen. Das heisst insgesamt sollte es in den nächsten Jahren Investitionen von über 70 Millionen geben. (Daniel Müller, SVP-Gemeinderat und Mitglied NEIN-Komitee Kreuzlingen)

Diesen riesigen Brocken können wir uns schlicht nicht leisten ohne saftige Steuererhöhung. Jeder normale Haushalt würde zuerst das Notwendige anschaffen und Wünsche zurückstellen.
Der Kreuzlinger Stadtrat und die Freunde der Schwimmhalle setzen mit ihrer Euphorie aber auf das falsche Pferd. Zuerst soll eine Schwimmhalle gebaut werden, die im Ausmass an Grössenwahn leidet.

Wir Kreuzlinger Steuerzahler haben am 28. September die Möglichkeit diesem Vorhaben einen Riegel zu schieben. Wir brauchen keine olympiataugliche Schwimmhalle, die uns auf Jahre hinaus verunmöglicht wirklich nötige Investitionen zu tätigen.

Die Befürworter dieser Vorlage müssen hellseherische Fähigkeiten haben, um zum heutigen Zeitpunkt zu behaupten, es gebe keine Steuererhöhungen. Es rechtfertigt sich auch nicht eine eventuelle Steuersenkung der Schulgemeinde ins Gewicht zu werfen. Beide Gremien werden von unserem Geldbeutel gespiesen.

Im Moment laufen die Steuereinnahmen gut und die Wirtschaft wächst, da ist der politische Wille zu unangenehmen Entscheidungen kaum vorhanden. Wie sieht es aber in den nächsten Jahren aus? Bereits ein Stillstand wäre für unsere Steuereinnahmen von grosser Bedeutung. Mit weniger Einkommen hätten wir nicht nur eine riesige Schuld zu tilgen, sondern auch die jährlichen Folgekosten wären eine unumgängliche Last.

Zudem belasten uns heute schon die bisherigen jährlichen Folgekosten für die Bodenseearena, den Dreispitz, das Hörnli usw. mit über zwei Millionen Franken. Dazu kämen dann noch die Folgekosten für die Schwimmhalle von über zwei Millionen.

Ich möchte, dass Kreuzlingen weiterhin für alle finanziell lebenswert ist und sage deshalb NEIN zu diesem überrissenen Schwimmhallenprojekt.

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