/// Rubrik: Leserbriefe

Kreuzlingen in der Schuldenfalle?

Kreuzlingen – Die Informationsveranstaltung der Befürworter und Gegner der Schwimmhalle hat mich vollends überzeugt, dass ich richtig liege mit einem klaren NEIN. (Maria Schneider)

Das Jahrhundertprojekt soll nicht nur heute Freude bereiten, sondern den nächsten Generationen als Denkmal einer vorausschauenden Minderheit übergeben werden können. Diese Argumentation kann ich nicht nachvollziehen. Wir überlassen der nächsten Generation nicht nur heile Freude beim Baden, sondern, je nach Wirtschaftslage, auch einen Schuldenberg.
Das blinde Vertrauen der Befürworter, dass es unter den heutigen Annahmen keine Steuererhöhung geben wird, grenzt an Verantwortungslosigkeit.

In Kreuzlingen sind nicht alle so privilegiert, dass sie hoch erfreut und gerne mehr Steuern bezahlen. Es ist eine Illusion zu glauben, dass eine Mehrheit der Kreuzlinger das Bad besuchen wird. Bereits das heutige Egelseebad, das ich übrigens nicht anzweifle, wird nur von einer kleinen Minderheit von Kreuzlingen besucht. Ich zweifle deshalb die hohen Belegungszahlen an, auch wenn diese ein auswärtiger Bäderspezialist berechnet hat.

Kreuzlingen hat heute über 20000 Einwohner, wovon über fünfzig Prozent Ausländer. Die Überalterung der Schweizer nimmt zu und können nicht mehr als potenzielle Badegäste gezählt werden. Die ausländische Bevölkerung wird je nach ReligionSZugehörigkeit das Bad gar nicht benützen.

Ich bin auch überzeugt, dass Kreuzlingens Attraktivität nicht nur von dieser Schwimmhalle abhängt. Wir haben ein einmaliges Erholungsgebiet am See, welches für Normalverbraucher und Sportler zur Gesundheitsvorsorge zur Verfügung steht.

Ich stimme NEIN zur Schwimmhalle, weil ich verhüten möchte, dass wir in eine Schuldenfalle laufen und Kreuzlingen in den nächsten Jahren keine notwendigen Investitionen mehr tätigen kann.

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4 thoughts on “Kreuzlingen in der Schuldenfalle?

  1. Bruno Neidhart

    „Schuldenberg“, „Schuldenfalle“, „Steuererhöhung“, „blindes Vertrauen“, „kleine Minderheit“, „Überalterung“, „Ausländer“, „Religionszugehörigkeit“, „Erholungsgebiet am See“, „Normalverbraucher“, usw.: Was nicht alles kreuz und quer herhalten muss, um sich selbst von einen „Nein“ überzeugen zu wollen! Da haben es die Befürworter einfacher: Sie trauen sich zu, ein für Kreuzlingen sinnvolles Projekt anzupeilen – für unsere Jugend bis hin zur Gesundheit im Alter.

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    1. Ruedi Anderegg

      Ich wundere mich, was denn Herr Neidhart gewillt ist an die Schwimmhalle zu zahlen !?
      Pro Eintritt 8 Franken und keine Steuerfranken ….?
      Und will trotzdem mitreden bei einem Kreuzlinger Projekt !

      Antworten
      1. schiesser

        @Ruedi Anderegg: Wieso sollte Herr Neidhart als Kreuzlinger Einwohner sich nicht an der Diskussion über ein Kreuzlinger Projekt beteiligen? Wer hier wohnt, zahlt hier Steuern und kann sehr wohl eine eigene Meinung haben und die auch äussern. Und als Kreuzlinger Einwohner wird Herr Neidhart soviel oder so wenig an diese Schwimmhalle zahlen wie Sie oder ich.

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